Zusammenfassung

  • ICANN schaltete die GNSO-Website und zwei Seiten des New-gTLD-Programms wegen einer bekannt gewordenen PHP-Schwachstelle vorsorglich ab und stellte sie nach Anwendung und Prüfung eines Patches wieder her.
  • Die Antragssysteme APS und TAMS blieben erreichbar. Für das Bewerberhandbuch der Runde 2026 gab es einen Weg über ICANN.org.

Vorne hing das Schild „geschlossen“. Hinten liefen die Anträge weiter. ICANNs PHP-Zwischenfall zeigt, wie viel unter dem Sammelbegriff „Website“ verschwindet.

Am 21. Oktober nahm die Organisation drei auf PHP laufende Seiten vom Netz: die Website der Generic Names Supporting Organization (GNSO) und die New-gTLD-Programmseiten für die Runden 2026 und 2012. Eine neue Schwachstelle war bekannt geworden. Die Abschaltung war eine Vorsichtsmaßnahme. Am 22. Oktober erklärte ICANN, den Patch der PHP Foundation eingespielt und getestet zu haben; danach gingen die drei Seiten wieder online. Die Originalmitteilung hält diese Abfolge fest.

Für Bewerber war entscheidend, wo der eigentliche Vorgang stattfand. Die Application Publication and Statistics (APS)-Website und das TLD Application Management System (TAMS) beruhten laut ICANN auf anderer Software und blieben verfügbar. Das Handbuch für die Runde 2026 war als PDF über ICANN.org erreichbar. Die öffentlichen Programmseiten fehlten zeitweise; der Weg zur Antragstellung und -verwaltung blieb offen. ICANN meldete keine Hinweise auf negative Auswirkungen auf seine Systeme.

Das PHP-Projekt dokumentiert die Schwachstellen und behobenen Versionen. ICANN dokumentiert seinen eigenen Ablauf: Patch anwenden, prüfen, Seiten öffnen. Welche PHP-Version zuvor auf welcher Seite lief und welche Testarten vor dem Neustart eingesetzt wurden, steht in der Mitteilung nicht. Das wären die konkreten Daten für eine genauere spätere Prüfung.

Die Betriebsgrenze ist die Nachricht. Ein institutioneller Auftritt konnte für einen Tag wegfallen, während die eigentlichen Antragssysteme weiterarbeiteten. Auf diese Trennung kommt es an, wenn eine Organisation ihre Dienste unter Druck halten muss.

Quellen