Zusammenfassung

  • Am 1. Oktober 2026 weist die Tabelle 2.339 Meldungen aus: 39 nicht begonnen, 119 in Prüfung und 53 als für RIPE-NCC-Dienste anwendbare Sanktionen bestätigt.
  • Im Quartal fror RIPE NCC Ressourcen von fünf Mitgliedern und 23 Endnutzern ein; vier Mitglieder wurden auf „Hold“ gesetzt.

Der aktuelle Sanktionsbericht von RIPE NCC gibt der Prüfwarteschlange eine Zahl: Am 1. Oktober 2026 hatten 39 Meldungen die Untersuchung noch nicht erreicht. Weitere 119 wurden bereits untersucht. Zusammen warten 158 Meldungen auf eine Entscheidung oder Unterlagen.

Die vollständige Tabelle zählt 2.339 EU- und OFAC-Meldungen. Eine Spalte bündelt 2.108 Fälle: bestätigte Fehlalarme, nicht auf RIPE-NCC-Dienste anwendbare Sanktionen, Ausnahmen und OFAC-Fälle. Daneben stehen 20 Fälle auf „Hold“ und 53 bestätigte Sanktionen, die für RIPE-NCC-Dienste gelten. Das sind Meldungsstatus, keine Zahl betroffener Organisationen.

Drei Monate zuvor zeigte der Stand vom 2. Juli 2.172 Meldungen und keine „noch nicht begonnenen“ Fälle. Bis zum 1. Oktober stieg die Gesamtzahl um 167; 39 Meldungen standen nun am Anfang der Warteschlange. Die Zahl der laufenden Prüfungen stieg von 110 auf 119. Die Sammelspalte für ausgeschlossene oder nicht anwendbare Fälle wuchs von 2.021 auf 2.108. Das ist ein Prüfregister mit Rückstand, keine Liste von 2.339 sanktionierten Ressourceneignern.

Die Tabelle der Quartalsänderungen nennt fünf Mitglieder und 23 Endnutzer, deren Ressourcen nach Feststellung anwendbarer EU-Sanktionen eingefroren wurden. In einer eigenen Kategorie stehen vier Mitglieder auf „Hold“; eines davon hält Ressourcen zugleich als Endnutzer. Ein bestätigter Ressourcen-Freeze und ein noch offener Prüfstatus sind verschiedene Maßnahmen.

RIPE NCC friert die Registrierung der betroffenen Ressourcen in der RIPE Database ein, nicht deren Nutzung. Die Ressourcen werden nicht deregistriert, der Standard-Servicevertrag eines Mitglieds wird nicht beendet. Ein bestätigter Fall verhindert den Erwerb weiterer Ressourcen und die Übertragung bestehender. Die Verzögerung beginnt aber früher: RIPE NCC bearbeitet keine Anträge auf neue Ressourcen oder Transfers, solange ein möglicher Treffer ungeklärt ist.

Diese Regel kostet Zeit. RIPE NCC sagt, die meisten möglichen Treffer erwiesen sich später als Fehlalarme. Trotzdem wartet der Antrag, bis Mitarbeitende den Fall klären. Ein Adresstransfer kann an einer Namensübereinstimmung hängen bleiben, die am Ende ins Leere läuft. Das Register zählt die Prüfungsarbeit; der Antragsteller trägt die Verzögerung im Kalender.

Der Bericht heißt Q4, seine Status-Tabelle hat jedoch den Stichtag 1. Oktober. Die nächste nützliche Aktualisierung sollte zeigen, wie viele der 39 offenen Meldungen in die Prüfung kamen, wie viele erledigt wurden und wann betroffene Anträge wieder liefen. Ohne Datum und Statusbezeichnungen ersetzt „2.339 Meldungen“ mehrere konkretere Fakten.

Quellen