Summary

  • Laut ARINs Ergebnis vom 2. November gewann Catherine Middleton mit 569 Stimmen den dritten Vorstandssitz; Kevin Blumberg erhielt 564. Tina Morris und Dan Alexander besetzten die übrigen beiden Sitze.
  • 1.073 von 2.350 wahlberechtigten General-Member-Organisationen beteiligten sich, nach ARINs Angabe 45,7 Prozent. 898 benannte Wahlkontakte gaben die Stimmen ab; das Quorum von mehr als fünf Prozent wurde erreicht.

Die Zahlen haben verschiedene Besitzer

Die Stimmenfolge im Vorstand lautet 716 für Morris, 634 für Alexander, 569 für Middleton und 564 für Blumberg. Fünf Kandidatenstimmen trennen den letzten gewählten Platz vom nächsten. Daraus fünf einzelne Wähler zu machen, wäre falsch. Laut ARINs Wahlseite hat die Mitgliedsorganisation das Wahlrecht und benennt pro Org ID einen Kontakt, der es ausübt. Der Ergebnisbericht zählt 1.073 teilnehmende Organisationen, aber 898 solche Kontakte. Einige Kontakte handelten also für mehrere Organisationen.

Die Wahl ist kein Volksentscheid über Internetpolitik. Sie ist eine Abstimmung berechtigter Mitglieder über die Führung ihrer Registry. Deshalb kommt es auf die Reihenfolge an: Wer durfte wählen, wer beteiligte sich, wer bediente den Wahlzugang und welche Kandidaten erhielten wie viele Stimmen? ARINs aggregierte Angaben erlauben diese Fragen, ohne einzelne Stimmzettel offenzulegen.

Leichtes Quorum, enger Ausgang

Am 7. September meldete ARIN 2.407 General Members insgesamt. Am Stichtag 15. Oktober waren 2.350 Organisationen wahlberechtigt; 1.073 nahmen teil. Die ausgewiesene Quote liegt bei 45,7 Prozent. Das Quorum lag bei mehr als fünf Prozent der Berechtigten und wurde laut ARIN erreicht. 1.277 Berechtigte gaben keine Stimme ab. Rechtlich reichte die Teilnahme klar aus. Politisch zeigt sie, wie schmal ein Sieg von fünf Stimmen innerhalb des gesamten berechtigten Kreises ausfallen kann.

Auch beim Advisory Council war der letzte Platz eng: Altie Jackson erhielt 515 Stimmen, Douglas Camin 500. Die neuen dreijährigen Amtszeiten beginnen am 1. Januar 2027. ARIN schreibt, dass CEO, Wahlleiter und Chefjurist die Auszählung und das Verfahren bestätigt hätten.

Ein Ergebnis vor dem Termin im Kalender

Die Ergebnisbekanntgabe ist auf den 2. November datiert. ARINs weiterhin sichtbarer Wahlkalender nennt den 5. November für die Bestätigung durch das Board und den 6. November für die Bekanntgabe. Die Ergebnisnachricht spricht von Verifizierung, datiert den Board-Beschluss aber nicht gesondert. Ein korrigierter Kalender oder ein datierter Bestätigungsvermerk würde beide amtlichen Seiten verbinden. Gerade bei fünf Stimmen Unterschied sollte der Zeitstempel der Entscheidung leicht auffindbar sein.

Quellen