Zusammenfassung

  • Rupesh Shrestha beantragte im Juni 2025 drei Jahre mit sinkenden Nachlässen nach dem LDC-Austritt und erst im vierten Jahr den vollen Mitgliedsbeitrag.
  • APNIC gewährte 25 Prozent nur bei der ersten Verlängerung von Very-Small-Konten; größere Konten zahlen sofort voll, alle Konten spätestens bei der zweiten Verlängerung.

Der Antrag hatte vier Stufen. Der Beschluss ließ eine übrig. In seiner Eingabe vom 25. Juni 2025 an das APNIC-Exekutivkomitee schlug Rupesh Shrestha, unterzeichnet als SANOG-Vorsitzender, vor, den bisherigen 50-Prozent-Nachlass für Mitglieder in am wenigsten entwickelten Ländern langsam abzubauen: 35 Prozent im ersten Jahr nach dem Austritt, 25 im zweiten, 15 im dritten und volle Beiträge im vierten. Eine bessere UN-Einstufung fülle die Kasse eines Netzbetreibers nicht am selben Tag, lautete sein Argument. Die befürchteten Mitgliederverluste waren Teil dieser Eingabe.

Die von APNIC am 12. September 2025 erläuterte Entscheidung zog zwei Grenzen ein. Bei der ersten Verlängerung nach dem LDC-Austritt bekommen ausschließlich Very-Small-Konten 25 Prozent Rabatt. Alle anderen zahlen bereits dann den vollen Beitrag. Bei der zweiten Verlängerung zahlen sämtliche Konten voll. Der Übergang wurde also nicht nur verkürzt, sondern auf eine Beitragsstufe zugeschnitten.

Was diese Stufe bedeutet, steht in der Mitgliedschaftsordnung. Very Small reicht einschließlich bis IPv4 /22 oder IPv6 /35. Hält ein Mitglied beides, zählt bei der Verlängerung die höhere der beiden Stufen. Wenig IPv4 kann daher durch mehr IPv6 überstimmt werden. APNIC schätzt, dass ungefähr 71 Prozent der betroffenen Konten in Bangladesch, Nepal und Laos profitieren. Eine Aufschlüsselung der Konten hinter dieser Zahl liefert die Mitteilung nicht.

Die APNIC-Gebührentabelle für 2027 zeigt den Sprung an einem /24: 678 australische Dollar mit 50 Prozent LDC-Nachlass, 1017 mit dem 25-Prozent-Übergangsrabatt und 1356 zum Vollpreis. Jede Stufe beträgt 339 australische Dollar. Oberhalb von Very Small fällt die mittlere Stufe weg. Ratenzahlung oder Zahlungsaufschub bietet APNIC im Einzelfall an; der beschlossene Tarif bleibt davon unberührt.

Shresthas Vorschlag wollte Zeit für die Anpassung kaufen. Das Komitee machte daraus ein einmaliges Zeitfenster für jene, die in seine Ressourcenkategorie passen. Die institutionelle Entscheidung steckt in dieser Grenze.