Zusammenfassung

  • Die erweiterte APNIC-Datei vom 4. November führt AS155078, den IPv4-Block 202.50.60.0/23 mit 512 Adressen und 2001:df7:cdc0::/48 mit Datum 3. November und derselben Halterkennung A91AA7E7.
  • Alle drei exakten RDAP-Objekte nennen ORG-APHL2-AP, ArcNode (Asia Pacific) Holdings Limited, als Registranten. Die Registrierungsereignisse reichen am 3. November von 02:36:47 bis 03:41:48 UTC: 65 Minuten und eine Sekunde.

Wer bei einer Prüfung nur eine Nummer abfragt, bekommt eine Antwort und übersieht die Geschichte. Das RDAP für AS155078 nennt einen Registranten. Dasselbe tun die Abfragen für 202.50.60.0/23 und 2001:df7:cdc0::/48. Erst zusammen zeigen sie, dass drei Ressourcentypen auf ORG-APHL2-AP und den ausgeschriebenen Namen ArcNode (Asia Pacific) Holdings Limited verweisen. Das ist die brauchbare Nachricht: eine öffentlich überprüfbare administrative Verbindung.

Die erweiterte Delegationsdatei vom 4. November hält diese Verbindung in knapperer Form fest. Für ASN, IPv4 und IPv6 steht jeweils die Halterkennung A91AA7E7, jeweils mit dem 3. November als Datum. Das ASN und der IPv4-Block tragen den Status allocated; beim IPv6-/48 lautet er assigned. APNICs Erklärung der Adresszustände unterscheidet solche Zustände vom verfügbaren Bestand. Wer die drei Zeilen zu einer einzigen „Zuteilung“ zusammenzieht, verliert bereits die erste sachliche Unterscheidung.

Beim IPv4-Bereich lässt sich die Veränderung sogar lückenlos nachrechnen. Die Datei vom 3. November zeigt ab 202.50.56.0 einen verfügbaren Block von 2.048 Adressen, ein /21. Einen Tag später besteht genau dieser Bereich aus 1.024 weiterhin verfügbaren Adressen in 202.50.56.0/22, 512 als 202.50.60.0/23 zugeordneten Adressen mit Hongkong-Code und 512 verfügbaren Adressen in 202.50.62.0/23. Die Summe ist wieder 2.048. Auch ASN 155078 und das IPv6-/48 lagen zuvor in verfügbaren Bereichen, ohne eigene Delegationszeile.

Der Abgleich mit RDAP setzt einen Namen hinter die anonyme Kennung. Das ASN-Objekt heißt APHL-AS-AP, beide Adressobjekte heißen APHL-HK. Als Registrierungsereignisse stehen dort 02:36:47, 03:40:09 und 03:41:48 UTC am 3. November. Zwischen dem ersten und letzten Zeitstempel liegen 65 Minuten und eine Sekunde. Das ist ein Intervall der Datenbankregistrierung. Die späteren Änderungszeitpunkte unterscheiden sich; aus den drei Stempeln lässt sich weder ein gemeinsamer Beschlusszeitpunkt noch eine Inbetriebnahme ableiten. Nach APNICs Statistikaustausch-Spezifikation sind die Tagesdateien Momentaufnahmen ohne Transaktionsgeschichte.

Für Gegenparteien ist die Grenze praktisch. Die Einträge belegen, welcher Name bei APNIC für die Nummernressourcen öffentlich registriert ist. Sie messen keinen Datenverkehr und zeigen keine BGP-Ankündigung. Für den Entscheidungsweg fehlt ein datierter APNIC-Vorgang; für den späteren Betrieb fehlen amtliche Routing- oder RPKI-Originale zu diesen Kennungen. Genau diese Dokumente würden die offenen Fragen entscheiden.

Schon jetzt kann jeder dieselbe Prüfung wiederholen: alte und neue Tagesdatei vergleichen, drei exakte RDAP-Objekte öffnen, Registrant und Status nebeneinanderlegen. APNIC hat an einem Tag eine Organisation in drei Nummernklassen sichtbar gemacht. Ein einzelnes Feld wäre eine dünne Behauptung. Drei übereinstimmende Objekte sind ein Registerbeleg.

APNIC-Originale