Summary
- Fastly entfernte die frühere Compute-Dauer, berechnet aus Arbeitsspeicher und verstrichener Zeit, aus dem angekündigten Abrechnungsmodell. Die aktuelle öffentliche Tabelle führt Anfragen und verbrauchte vCPU-Millisekunden.
- Monatlich sind die ersten zehn Millionen Anfragen und 100 Millionen vCPU-Millisekunden in getrennten Freikontingenten enthalten. Danach beginnen die Preise bei 0,50 beziehungsweise 0,05 US-Dollar je Million Einheiten.
- Eine wiederverwendbare Sandbox bearbeitet jeweils eine Anfrage. Solange sie auf asynchrone Arbeit wartet, bleibt der Platz belegt; für die nächste Anfrage beginnt eine weitere Sandbox.
Ein stiller Prozessor ist noch kein freier Arbeitsplatz. Diese Unterscheidung steht im Zentrum von Fastlys neuer Compute-Rechnung. Im April kündigte das Unternehmen an, die frühere Dauerkennzahl zu entfernen. Sie verband zugewiesenen Speicher mit der Zeit, über die eine Funktion lief. Die heute veröffentlichte Preistabelle hat stattdessen zwei Spalten: eingehende Anfragen und tatsächlich verbrauchte vCPU-Millisekunden.
Beide Spalten besitzen eigene Monatsgrenzen. Zehn Millionen Compute-Anfragen kosten zunächst nichts; im ersten bezahlten Band stehen 0,50 US-Dollar pro Million. Für vCPU-Zeit beginnt die bezahlte Nutzung nach 100 Millionen Millisekunden, zunächst mit 0,05 US-Dollar pro Million. Das ist Fastlys öffentliche Nutzungstabelle. Ob eine konkrete Organisation genau nach ihr zahlt, entscheidet auch ihr Vertrag.
Der Wechsel nimmt langem Warten seine alte Gebührenwirkung. Eine Funktion, die auf eine Antwort ihres Backends wartet, erzeugt in dieser Phase wenig aktive CPU-Zeit. Doch Fastlys Beschreibung der Ausführung setzt eine zweite Grenze. Eine wiederverwendbare Sandbox kann jeweils nur eine Anfrage bedienen. Selbst wenn diese gerade asynchron wartet, wird sie keiner neuen Anfrage zugeteilt. Kommt eine weitere, startet Compute eine weitere Sandbox.
Damit trennen sich Rechnung und Belegung. Wer nur die vCPU-Kurve betrachtet, kann einen langsameren externen Dienst übersehen: Antwortet ein externer Dienst langsamer, bleiben Anfragen länger offen, während für die Wartephase kaum aktive vCPU-Zeit anfällt. Wiederverwendbare Sandboxes können wiederholte Initialisierung sparen. Fastly sagt jedoch, dass Wiederverwendung die Zahl der gezählten Anfragen nicht verändert. Ein wiederverwendbarer Raum ist kein Raum für zwei gleichzeitige Gäste.
Die getrennten Freikontingente verstärken die Notwendigkeit, beide Kurven zu lesen. Eine leichte Funktion mit vielen Aufrufen erreicht möglicherweise zuerst die Anfragegrenze. Eine rechenintensive Funktion mit wenigen Aufrufen erreicht womöglich zuerst die vCPU-Grenze. Das Go-SDK bietet mit GetVCPUTime ein Werkzeug für relative Vergleiche einzelner Codepfade. Die Dokumentation warnt vor vermeintlich stabilen Absolutwerten über verschiedene Läufe oder Plattformen hinweg.
Für eine tatsächliche Monatsrechnung fehlen Ankunftszahlen, gemessene vCPU-Zeit, gleichzeitige offene Anfragen und Vertragsbedingungen. Der veröffentlichte Mechanismus ist dennoch eindeutig: Fastly strich die alte Laufzeitmiete. Der Eintritt wird weiter gezählt, und eine wartende Anfrage behält ihren Platz bis zum Ende.
Sources
Mitgliederbriefing
Detaillierter Profilkontext
Melden Sie sich mit der richtigen Mitgliedschaftsstufe an, um das vollständige Briefing und die Quellennotizen freizuschalten.
Nur für den Strategischen Kreis
Strategischer Kreis
Offen für alle Leser. Schalten Sie Profil-Briefings nach Beitritt und Anmeldung frei.
Strategischem Kreis beitretenNur für Leadership Alliance
Leadership Alliance
Für qualifizierte Inhaber von IP-Assets und Management; melden Sie sich an, um Leadership-Alliance-Briefings freizuschalten.
Leadership Alliance beitreten





