Summary
- DigitalOcean bewahrt Droplet- und Volume-Snapshots im Konto auf, bis sie manuell gelöscht werden. Beim Zerstören eines Droplets verschwinden zugehörige Ressourcen standardmäßig nicht. Ausgewiesener Preis: 0,06 Dollar je GB und Monat für Droplet-Abbilder, 0,06 Dollar je GiB und Monat für Volume-Abbilder.
- Snapshots und Backups lassen sich laut DigitalOcean derzeit nicht direkt herunterladen. Für einzelne Dateien muss aus dem Image ein neuer Droplet oder ein Volume entstehen. Ein Droplet-Snapshot erfasst außerdem keine angeschlossenen Volumes.
Die Miete für den ausgeschalteten Rechner
Der alte Droplet ist zerstört, das Migrationsprotokoll abgehakt. Trotzdem können seine Abbilder im Konto verbleiben. DigitalOcean zeigt beim Zerstören Auswahlfelder für zugehörige Snapshots, Volumes und Volume-Snapshots. Ohne diese Auswahl bleiben die Ressourcen erhalten. Das ist sinnvoll, wenn ein Wiederaufbau nötig wird. Es ist teuer, wenn niemand mehr weiß, welche Images sich hinter der abgeschlossenen Serverliste verstecken.
Die Preisliste setzt Droplet-Snapshots mit 0,06 Dollar pro GB und Monat an, Volume-Snapshots mit 0,06 Dollar pro GiB und Monat. Die beiden Maßeinheiten sind nicht austauschbar. Die konkrete Rechnung hängt von der Größe der gespeicherten Bilder ab. Wer bei der Abnahme nur laufende Server zählt, kann ein kostenpflichtiges Archiv übersehen. Die Kündigung des Rechners kündigt dessen Schatten nicht automatisch.
Ein Snapshot ist zudem eine bestimmte Art von Besitz. DigitalOcean kann aus dem Abbild neue Droplets und Volumes erzeugen. Das Abbild selbst kann der Kunde laut Supportseite gegenwärtig nicht herunterladen. Um Dateien aus einem Snapshot zu holen, baut er zuerst eine entsprechende Ressource wieder auf und kopiert die Dateien von dort. Mit Drittwerkzeugen lässt sich eine lokale Datensicherung auf anderem Weg vorbereiten. Ein erfolgreiches Restore auf der Plattform beweist noch keine lesbare Kopie außerhalb des Kontos.
Bei angeschlossenen Volumes wird diese Lücke größer. Der Droplet-Snapshot enthält sie nicht. Volume-Snapshots sind eigene vollständige Images; sie können weder in eine andere Region verschoben noch in ein anderes DigitalOcean-Konto übertragen werden. Das Inventar einer Anwendung muss deshalb das Datenvolume ebenso sorgfältig erfassen wie den virtuellen Rechner. Sonst rekonstruiert man die Hülle und sucht den Inhalt.
Vor der letzten Löschung gehören beide Snapshot-Listen und die automatischen Backups in eine gemeinsame Abnahme. Für jedes relevante Abbild einen Dateiabruf testen, eine Kopie außerhalb des Kontos lesen, dann bewusst über Aufbewahrung und Löschung entscheiden. So wird aus einer fortlaufenden Speicherrechnung eine gekaufte Wiederherstellungsoption mit klarem Zweck.
Quellen
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