Summary

  • DigitalOcean führt alle reservierten IP-Adressen als kostenlos, solange sie einem Droplet zugeordnet sind. Eine unzugeordnete reservierte IPv4 steht mit 5 US-Dollar im Monat (0,01 Dollar pro Stunde) in der Preisliste; berechnet wird sie erst ab einem aufgelaufenen Dollar je IP.
  • Eine unzugeordnete reservierte IPv6 bleibt kostenlos. Die Adresse lässt sich zwischen Droplets im selben Rechenzentrum verschieben, darf aber zu einem Zeitpunkt nur einem Droplet zugeordnet sein.

Eine Adresse auf Abruf

Wer einen Dienst auf eine andere Maschine verlagert, möchte möglichst nicht auch dessen öffentliche Adresse austauschen. DigitalOcean erlaubt, eine reservierte IP bei der Erstellung direkt einem Droplet zu geben oder sie im Rechenzentrum ohne Zuordnung vorzuhalten. Der erste Schritt setzt die Adresse ein. Der zweite hält sie für einen möglichen späteren Einsatz frei. Genau dieser Wartestand kostet bei IPv4 Geld.

Die offizielle Preisseite nennt zwei Größen: 5 Dollar monatlich und 0,01 Dollar stündlich für eine unzugeordnete reservierte IPv4. Eine Rechnung entsteht erst, wenn für die einzelne IP mindestens ein Dollar aufgelaufen ist. Aus einer kurzen Pause zwischen zwei Zuordnungen lässt sich deshalb keine Rechnung behaupten. Zugeordnete reservierte IPs sind kostenlos; auch eine wartende IPv6 ist kostenlos. Datenverkehr bleibt der normalen Bandbreitenabrechnung des Droplets unterworfen.

Der Produktrahmen setzt dem Bereitschaftsplan Grenzen. Eine reservierte Adresse kann nicht gleichzeitig auf zwei Droplets liegen und lässt sich nicht an einen DigitalOcean Load Balancer hängen. Drei reservierte IPs sind pro Konto zunächst erlaubt; mehr können angefragt werden. Die Anleitung zeigt Zuordnung, Wechsel, Trennung und Löschung. Eine freie Adresse im Inventar ist eine Handlungsoption, keine zweite bereits laufende Anwendung.

Der wirtschaftliche Unterschied ist damit enger als das allgemeine Wort „IPv4-Knappheit“. Ein einzelner, einem aktiven Droplet zugeordneter Vorratseintrag trägt laut Tarif keine zusätzliche Reservierungsgebühr. Wer mehrere feste IPv4-Adressen für künftige Ausfälle auf Halde legt, muss ihre unzugeordnete Zeit rechtfertigen. IPv6 hat keinen solchen Bereitschaftspreis. Ob es für die eigenen Anwendungen und Gegenstellen taugt, entscheidet jedoch deren tatsächliche Erreichbarkeit.

Wie der Monatswert und der Stundenwert in jedem Abrechnungszeitraum miteinander verrechnet werden, erläutert die Preisseite nicht. Für eine konkrete Rechnung braucht man die Zuordnungshistorie und den aufgelaufenen Betrag. Für die Architekturentscheidung reicht schon die Frage, welcher Ausfall den ungenutzten Adressplatz nötig macht.

Sources