Zusammenfassung

  • Der Katalog von almazcloud.network verkauft physische 10G-Anbindungen, BGP-Ankündigungen und Cloud-Reselling; das autonome System AS210328 zeigt nur drei IPv4-/24-Präfixe mit 512 Adressen, kein IPv6 und drei beobachtete Nachbarn.
  • Alle 512 Adressen stehen registrierungstechnisch unter fremden Namen (Foton Telecom CJSC, Vlad Cojuhari), nicht unter AO ALMAZ.
  • Die PeeringDB-Präsenz des Betreibers meldet null Präfixe und wurde zuletzt am 2022-07-27 aktualisiert — vier Jahre alt.
  • Seit dem 2026-08-21 nennt die aktuelle RIPE-aut-num nur noch AS48693, einen kleinen ukrainischen Transit-Reseller, als Routing-Policy.
  • Vier Routing-Datenbanken zeichnen vier widersprüchliche Bilder desselben Netzes; das Prüfungsrisiko trägt der Käufer.

Unter dem Markennamen DIAMOND verkauft der Betreiber der Website almazcloud.network fünf Preisprodukte: Cloud Connect ab 499 US-Dollar pro Monat je 10G-Port, BGP-Ankündigungen ab 99 US-Dollar pro Monat je angekündigtem Präfix, NO-BGP-GRE-Tunnel ab 99 US-Dollar pro 100 Mbit/s, Corporate Cloud VPN ab 9 US-Dollar je Nutzer und Cloud Reselling ab 99 US-Dollar pro angeschlossener Cloud (Quelle). Im selben Katalog behauptet der Betreiber eine „direkte physische Peering-Verbindung zu Yandex, Sberbank, ROSTELECOM, Selected und einigen anderen bekannten Cloud-Providern“ (Quelle). Die messbare Präsenz desselben autonomen Systems, AS210328, erzählt eine andere Geschichte: drei IPv4-/24-Präfixe mit insgesamt 512 Adressen, kein IPv6, zwei RPKI-valid Präfixe und drei beobachtete BGP-Nachbarn (Hurricane Electric). Die in den Präfixen eingetragenen Rechtsinhaber sind Dritte, nicht AO ALMAZ (Hurricane Electric, IPGeolocation). Für Käufer, die in der KI-Ära günstige, lose attribuierte Rechenleistung suchen, ist diese Differenz zwischen Katalog und Messung das eigentliche Produktrisiko — und sie ist messbar.