Zusammenfassung

  • Die sechs veröffentlichten Fachgewichte im Gold-Prüfungsplan von certi::6 ergeben 90 %. Die neun Silver-Gewichte ergeben 100 %; zehn Prozentpunkte haben im öffentlichen Gold-Plan keinen benannten Bereich.
  • Der Befund betrifft eine Vorbereitungshilfe, nicht eine untersuchte Prüfung. Er belegt weder sechs fehlende Fragen noch ungültige Bewertung oder unzureichende Fähigkeiten der Zertifizierten.

Wer einen Kurs anhand des Gold-Plans aufbaut, kann Übergangstechniken den größten Anteil der Unterrichtszeit einräumen. Schwierig wird der Abschluss der Planung: Nach der Zuordnung zu sämtlichen veröffentlichten, gewichteten Bereichen bleibt ein Anteil ohne Namen übrig.

AFRINICs aktuelle Homepage verweist weiterhin auf certi::6 als Angebot zum Kompetenzaufbau. Diese Prüfung der Dokumente beruht auf offiziellen Seiten, die am 14. September 2026 erfasst wurden. Sie meldet keine an diesem Tag vorgenommene Examensänderung und gewährt keinen Einblick in vertrauliche Fragen oder den Prüfungsbetrieb.

Die veröffentlichte Zuordnung endet bei neunzig

Die Gold-Seite nennt den Abschnitt „Exam Blueprint“ und stellt ihn als detaillierte Aufschlüsselung der erwarteten Prüfungsinhalte vor. Der vollständige Abschnitt bis zum nächsten Seitenelement enthält sechs gewichtete Bereiche:

Veröffentlichter Bereich Veröffentlichtes Gewicht
Subnetze und Adressplanung 10 %
Bereitstellung der Konfiguration 10 %
IPv6-Routing und Weiterleitung 15 %
Übergangstechniken 35 %
Verschiedenes 5 %
IPv6-Sicherheit 15 %

Die Summe beträgt 90 %. Gegenüber einer vollständigen Zuordnung von 100 % haben zehn Prozentpunkte keine veröffentlichte Bereichsbezeichnung. „Unzugeordnet“ beschreibt diese Dokumentation. Es bedeutet nicht, dass zehn Prozent einer realen Prüfung fehlen oder nicht bewertet werden.

Der Silver-Plan liefert einen begrenzten Vergleich. Seine neun Gewichte lauten 5, 5, 15, 5, 20, 10, 20, 10 und 10 Prozent; zusammen ergeben sie 100 %. Sie reichen von Grundlagen und Adresstypen über Subnetze, IPv4-Vergleich, Nachbarerkennung, Grundkonfiguration und Bereitstellung bis zu grundlegender Weiterleitung und Übergangstechniken. Die geschlossene Summe macht Silver nicht nachweislich anspruchsvoller. Die Stufen müssen auch nicht denselben Stoff prüfen. Der Vergleich zeigt lediglich, dass ein benachbarter öffentlicher Plan die gesamte Zuordnung benennt.

Ein ausgelassener Bereich, ein falsch gedrucktes Gewicht oder ein bewusst nur teilweiser Plan könnten den Gold-Befund erklären. Die erfassten Quellen entscheiden zwischen diesen Möglichkeiten nicht. Die sechs Werte eigenmächtig auf hundert zu normieren wäre ebenfalls keine neutrale Reparatur: Sie würde die veröffentlichten Prioritäten verändern und den erklärungsbedürftigen Rest verdecken.

Bestehensgrenze und Inhaltsgewicht sind verschiedene Größen

Die Programmhomepage unterscheidet grundlegendes Silver und fortgeschrittenes Gold. Dessen größter veröffentlichter Bereich sind Übergangstechniken mit 35 %. Zu den Zielen gehören das Erkennen von Verfahren und die Untersuchung von Paketmitschnitten. Ein Kursleiter kann daraus eine Priorität ableiten, nicht aber im Namen des Programms über den Rest entscheiden.

Die FAQ beschreiben sechzig Multiple-Choice-Fragen in neunzig Minuten, online und beaufsichtigt. Die angekündigten Bestehensgrenzen sind 75 % für Silver und 80 % für Gold; beide Zertifizierungen gelten zwei Jahre. Auch die jeweiligen Stufenseiten nennen ihre Grenzen. Das sind veröffentlichte Angaben, keine durch Teilnahme überprüften Betriebsparameter.

Eine Grenze von 80 % erklärt, wann man unter einer Bewertungsregel besteht. Die Summe von 90 % erklärt, wie weit das öffentliche Dokument seine Fachzuordnung ausweist. Die beiden Prozentwerte messen nicht konkurrierend denselben Umfang.

Auch sechzig Fragen stellen die Verbindung nicht her. Zehn Prozent von sechzig sind rechnerisch sechs, aber nicht sechs nachgewiesen fehlende Fragen. Dafür müsste bekannt sein, wie Fachgewichte mit Fragenzahl und Bewertungseinheiten zusammenhängen und wie eine konkrete Prüfungsfassung diesen Plan verwendet. Gleiche Punktwerte je Frage, feste ganzzahlige Kontingente und die Spezifikation der aktuellen Prüfungsfassung sind hier nicht belegt.

Eine schriftliche Prüfung kann wichtige Urteile zu Konfiguration, Routing und Sicherheit erfassen. Ihr veröffentlichter Plan misst nicht die Leistung eines bestimmten Ingenieurs beim IPv6-Einsatz in einem bestimmten Netz. Weder Format noch unvollständige öffentliche Summe rechtfertigen ein Urteil, Zertifizierte hätten keine praktische Kompetenz.

Eine Lücke für die Vorbereitung

Kandidaten teilen Lernzeit ein, Schulungsanbieter planen Inhalte, Arbeitgeber beurteilen den Bezug eines Nachweises zu einer Stelle. Die sechs Gold-Bereiche bleiben nützlich. Der angekündigte Übergangsanteil verschwindet nicht, weil die Summe neunzig beträgt.

Schwieriger wird die Erklärung, dass das Dokument eine vollständige Vorbereitungskarte liefert. Die interne Bewertung kann den verbleibenden Anteil durchaus korrekt zuordnen. Diese Möglichkeit ersetzt die öffentliche Erklärung nicht.

Dafür müssten keine Prüfungsfragen offengelegt werden. Je nach Ursache wären ein zusätzlicher Bereich, eine datierte Zahlenkorrektur oder ein Hinweis auf einen Teilplan denkbar. Das sind redaktionell vorgeschlagene Optionen, keine beobachteten Maßnahmen und keine von diesem Artikel erfundene Prüfungsnorm.

Für diese Untersuchung wurde keine Prüfung gebucht, gekauft oder abgelegt. Es gab weder Kandidatenkontakte noch eine Zertifizierungsanfrage per E-Mail. Gemessen wurden keine Bestehensquoten, Lernerfolge, verlorenen Gebühren oder Netzvorfälle. Belastbar bleibt die engere Aussage: Die erfasste öffentliche Gold-Zuordnung benennt nur neunzig Prozent.