Zusammenfassung

  • SYN und FIN erhalten implizit je eine Position, damit eine Wiederholung nicht als zweites Ereignis behandelt wird.
  • SYN liegt vor dem ersten Datenoktett, FIN nach dem letzten Datenoktett seines Segments.
  • Diese Positionen sind logisch und keine Anwendungsbytes. ACK, PSH und RST erhöhen SEG.LEN nicht selbst.

Ein Platz für ein Ereignis

RFC 793 nahm ausgewählte Steuerinformationen implizit in den Sequenzraum auf. RFC 9293 bewahrt die Begründung: SYN und FIN können bestätigt und erneut gesendet werden, ohne dass der Empfänger dieselbe Aktion doppelt ausführt. Dabei wird kein künstliches Byte in den Datenbereich eingefügt.

Bei gesetztem SYN bezeichnet SEG.SEQ die ISN; das erste Datenbyte trägt ISN+1. Enthält ein Segment N Datenoktette und SYN, beträgt seine logische Länge daher N+1. FIN folgt auf die Daten des Segments. Da eine Bestätigung die nächste erwartete Sequenznummer meldet, verschiebt die Bestätigung von SYN oder FIN die Grenze auch ohne Nutzdaten um eins.

SEG.LEN zählt Datenoktette sowie SYN und FIN. Bei einer Wiederholung bleibt die ursprüngliche Position erhalten. Jede Richtung besitzt ihren eigenen Sequenzraum. FIN bedeutet, dass sein Sender keine weiteren Daten liefert, beendet aber nicht die Gegenrichtung. RST belegt keinen Sequenzraum; ACK und PSH ebenfalls nicht.

Quellen