• Subsea Cable Assets erweitert einen neuen Mietservice um Kabelkarusselle mit Kapazitäten von 4.000 und 6.000 Tonnen und hat für beide Systeme einen ersten europäischen Vertrag abgeschlossen
  • Kunden können die Mietausrüstung für einzelne Projekte mit Verladeausrüstung, Kabelhandhabung, Mobilisierung und betrieblicher Unterstützung kombinieren

Der Sachverhalt

Subsea Cable Assets hat nach einer Investition von mehreren Millionen US-Dollar in zwei neue Systeme mit Kapazitäten von 4.000 und 6.000 Tonnen einen Mietservice für Kabelkarusselle gestartet. Das Unternehmen hat bereits einen ersten Mietvertrag mit einem nicht genannten europäischen Kunden abgeschlossen, der beide Karusselle umfasst.

Die Systeme sind für die Lagerung, Verladung und Handhabung von Kabeln, flexiblen Leitungen und Versorgungsleitungen bei Projekten an Land und auf See ausgelegt. SCA erklärte, die Konstruktion ermögliche eine Anpassung an unterschiedliche Anforderungen. Kunden können zusätzlich zur Miete auch Verladeausrüstung, Dienstleistungen zur Kabelhandhabung, Unterstützung bei der Mobilisierung und betriebliche Hilfe beziehen.

SCA betreibt Entwicklungs- und Produktionsstandorte in Europa und Dubai. Nach Angaben des Unternehmens wurden weltweit mehr als 50 Karussellsysteme ausgeliefert, darunter Anlagen mit Kapazitäten von bis zu 12.000 Tonnen für Offshore-Windkraft, Interkonnektoren, Öl- und Gasprojekte sowie andere Unterseeprojekte.

Die Einordnung

Der Mietservice bietet Auftragnehmern eine weitere Möglichkeit, Kabelhandhabungsausrüstung für einen festgelegten Projektzeitraum zu sichern. Ein Karussell kann während der Lagerung, Verladung und Mobilisierung benötigt werden. Bei einem Kauf bleibt der Eigentümer jedoch auch nach dem Ende des betreffenden Einsatzes für die Anlage verantwortlich. Durch die Miete erhält ein Kunde die für das Projekt benötigte Kapazität, während SCA die Ausrüstung für eine spätere Nutzung behält.

Das bedeutet nicht, dass eine Miete immer günstiger ist. Die Wirtschaftlichkeit hängt von der Mietdauer, der Mobilisierung, der Anpassung und davon ab, wie häufig ein Auftragnehmer ein eigenes System andernfalls einsetzen würde. Auch die Verfügbarkeit könnte zu einem Terminproblem werden, wenn mehrere Projekte gleichzeitig große Karusselle benötigen.

Für die Leser von BTW besteht die betriebliche Veränderung darin, dass Karussellkapazität nun als zeitlich befristete Projektdienstleistung beschafft werden kann und nicht mehr nur als gekaufte Anlage. Der erste europäische Vertrag wird einen frühen Hinweis darauf geben, wie Auftragnehmer diese Möglichkeit in der Praxis nutzen.

Worauf zu achten ist

Zu beobachten ist, ob SCA das Projekt hinter seinem ersten europäischen Mietvertrag nennt und bestätigt, wann die beiden Systeme in Betrieb gehen. Weitere Verträge sowie Angaben zu Mobilisierungsorten und Mietdauern würden zeigen, wie häufig Kunden zeitlich begrenzte Karussellkapazitäten wählen. Eine Erweiterung der Flotte wäre ein stärkerer Beleg dafür, dass SCA eine wiederkehrende Nachfrage nach diesem Modell verzeichnet.