Summary

  • Stripe berechnet anteilige Beträge beim Ändern des Abonnements und unterstellt, dass frühere Rechnungen schließlich beglichen werden. Ist die Rechnung für den laufenden Zeitraum offen, kann ein Downgrade eine Gutschrift für ungenutzte Zeit im teureren Tarif auslösen, obwohl dessen Preis noch nicht eingegangen ist.
  • Ein negativer anteiliger Betrag wird nicht automatisch bar erstattet. Stripe nennt proration_behavior=none als Option bei offener letzter Rechnung; neue Gebühren und alte Forderung müssen dann gesondert behandelt werden. Wird die alte Rechnung später bezahlt, droht eine Doppelzahlung.

Das Guthaben war pünktlicher als der Kunde

Ein Unternehmen genehmigt den Wechsel in einen billigeren Tarif. Der Abrechnungsdienst ermittelt die ungenutzte Restzeit der bisherigen Stufe und stellt eine Gutschrift bereit. Im Vertrieb ist der Fall erledigt. In der Buchhaltung steht die Rechnung für genau diese Stufe noch als unbezahlt. Der Kunde erhält einen künftigen Nachlass, während der Verkäufer weiterhin auf das ursprüngliche Geld wartet.

Stripe beschreibt diese Reihenfolge selbst. Die anteilige Anpassung wird beim Update berechnet; frühere Rechnungen gelten für diese Rechnung als später zahlbar. Darum kann neben einer offenen Rechnung für die laufende Periode eine Gutschrift für nicht genutzte teure Zeit stehen. Eine Gutschrift ist dabei keine Überweisung. Negative anteilige Beträge werden laut Stripe nicht automatisch zurückgezahlt. Die offene Forderung, ein Nachlass auf einer späteren Rechnung und eine tatsächliche Rückzahlung sind verschiedene Vorgänge.

Bei einer gewöhnlichen Aktualisierung gilt create_prorations. Es erzeugt anteilige Posten, die nicht in jedem Fall sofort fakturiert werden. always_invoice ändert den Zeitpunkt; none verhindert solche Posten für dieses Update. Keiner dieser Parameter prüft, ob die alte Rechnung bezahlt wurde. Der Betreiber muss vor der Preisanpassung den Status der jüngsten Rechnung lesen.

Ist sie offen, empfiehlt Stripe proration_behavior=none. Bleibt der bisherige Abrechnungszeitraum bestehen, werden neue Gebühren über eine separate einmalige Rechnung erfasst. Beginnt der Zyklus jetzt neu, kann der neue Tarif sofort berechnet werden. Bezahlt der Kunde später zusätzlich die alte Rechnung, können beide Wege zu einer Doppelzahlung führen. Stripe rät deshalb, die unbezahlte alte Rechnung zu stornieren. Welche Forderung weiterbesteht, muss das Unternehmen bewusst bestimmen.

Für die Kontrolle gehören vier Belege nebeneinander: Zahlungsstatus der alten Rechnung, Update-Parameter, entstandener Gutschriftposten und seine tatsächliche Verwendung auf der nächsten endgültigen Rechnung. Für den Kunden war es ein Tarifwechsel. Für den Verkäufer sind es zwei Buchungsketten. Ein grünes Häkchen neben dem neuen Preis gleicht keine von ihnen ab.

Quellen