- SK Horizon wird acht in Betrieb befindliche Rechenzentren sowie Projekte in Ulsan und Guro übernehmen; das Portfolio soll eine Kapazität von 318 MW erreichen
- SK Telecom wird nach der Investition 51 % halten, während KKR 29 % und das IMM-Konsortium 20 % übernehmen
Die Fakten
SK Telecom wird SK Broadband in zwei Unternehmen aufspalten und dessen Rechenzentrums- und Unterseekabelgeschäft in eine neue Gesellschaft namens SK Horizon ausgliedern. Das Unternehmen hat verbindliche Vereinbarungen über Eigenkapitalinvestitionen in Höhe von 3,08 Billionen KRW durch von KKR verwaltete Fonds und das Konsortium aus IMM Investment und Stonebridge unterzeichnet.
SK Horizon wird acht in Betrieb befindliche Rechenzentren sowie im Bau befindliche Projekte in Ulsan und Guro übernehmen. Das Unternehmen soll das Portfolio auf eine Kapazität von 318 MW ausbauen und zudem das Unterseekabelgeschäft übernehmen. Nach Abschluss aller Investitionsphasen wird SK Telecom 51 %, KKR 29 % und das IMM-Konsortium 20 % halten.
Der Abschluss der Abspaltung ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen und bedarf noch der Zustimmung der Aktionäre und der Aufsichtsbehörden. SK Telecom wird weiterhin die KI-Rechenzentrumsstrategie des Konzerns steuern, während sich das im Juli gegründete Unternehmen SK Hyper auf neue Entwicklungen im GW-Maßstab konzentrieren wird.
Die Einschätzung
SK Telecom muss nun zwei unterschiedliche Rechenzentrumsgeschäfte steuern. SK Horizon wird Anlagen halten, die bereits in Betrieb oder im Bau sind, während SK Hyper an den wesentlich größeren Projekten arbeiten wird, für die noch Standorte, Stromversorgung und Kunden gesichert werden müssen, bevor der Bau beginnen kann.
Diese Trennung führt zu unterschiedlichen Finanzierungsanforderungen für die beiden Unternehmen. KKR und IMM investieren in Anlagen, bei denen bereits Betriebs- oder Bautätigkeit besteht. SK Hyper wird eine separate Finanzierung benötigen, sobald einzelne Projekte bei Standorterwerb, Stromvereinbarungen und Kundenzusagen weit genug fortgeschritten sind, um gebaut zu werden.
Für die Leserinnen und Leser von BTW erleichtert die neue Struktur die Bewertung des Programms von SK Telecom. SK Horizon lässt sich anhand der in Betrieb genommenen Kapazität, der Auslastung und der Rendite auf das investierte Kapital beurteilen. Bei SK Hyper sollte dagegen entscheidend sein, wie viele der geplanten Standorte zu finanzierten Bauprojekten werden.
Worauf zu achten ist
Zu beobachten ist, ob die Abspaltung im ersten Quartal 2027 abgeschlossen wird und wie die 3,08 Billionen KRW auf das Portfolio von SK Horizon verteilt werden. Die Inbetriebnahme in Ulsan und Guro, die Auslastung der bestehenden Anlagen und mögliche zusätzliche Finanzierungen werden zeigen, wie sich der Plan für 318 MW entwickelt.
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