Summary

  • Die neunte Fassung von SR Policy YANG ersetzt eine allgemeine Weiterleitungszahl durch Zähler vor und nach dem Anbringen der SR-Kapselung.
  • Eingangsbytes enthalten die neuen MPLS-Labels oder äußeren IPv6/SRH-Header noch nicht. Ausgangsbytes enthalten sie; nur der Eingang weist den per Binding SID gesteuerten Transitanteil aus.

Ein höherer Bytewert am Ausgang kann schlicht von der Verpackung stammen. Die Fassung 08 hatte pkts und octets als allgemeine Weiterleitungszähler. Der Entwurf vom 2. November definiert Messpunkte und Inhalt genauer. Laut IETF-Datatracker handelt es sich noch um ein aktives SPRING-Arbeitspapier, nicht um Messdaten eines benannten Routers.

in-counters zählt unmittelbar vor der ausgehenden Kapselung sämtliche Pakete und Bytes. transit-pkts und transit-octets sind darin enthaltene Teilmengen für Verkehr, der über eine Binding SID in die Policy gelenkt wurde. Eingangsbytes zählen bestehende Header und Nutzlast, aber keine Labels oder äußeren IPv6/SRH-Header, die diese Policy danach hinzufügt. out-counters misst nach diesem Schritt und nimmt die Zusatzbytes auf. Eine Transit-Teilmenge fehlt am Ausgang: Die am Eingang erkannte Steuerungsklasse lässt sich dort laut Entwurf im Allgemeinen nicht bewahren.

Die Architektur in RFC 9256 unterscheidet Kandidatenpfade und Segmentlisten. Der neue Betriebszustand gibt einem Weiterleitungspfad eine lokal vergebene ID und einen zwingenden Verweis auf die wirksame Liste im selben Kandidaten. RFC 8342 trennt vorgesehenen Konfigurationszustand und Betriebszustand. Ein Pfadwechsel oder Zählerreset im betrachteten Intervall kann die Vergleichsbasis verschieben.

Ausgang minus Eingang ist daher keine Zahl für gewachsenen Transit oder zugestellte Dienste. Eine Geräteaufzeichnung mit beiden Messpunkten, Headerkosten, Pfad-ID und gleichem Zeitfenster fehlt in den offiziellen Quellen; sie würde die reale Differenz erklären.