Summary

  • draft-ietf-rtgwg-dst-src-routing-revive-06 macht das Quellpräfix zu einem Teil der Routenidentität und der Suche.
  • In gemischten Netzen belegt ein Tabelleneintrag nicht, dass der nächste Hop diese Bedingung versteht. Ohne fähige Insel, nachgewiesenen Fortschritt oder bewusstes Verwerfen drohen dauerhafte Schleifen.

Der RTGWG-Entwurf vom 16. September 2026 ist kein RFC. Seine Suche wählt zuerst das längste Zielpräfix und danach die längste passende Quelle für genau dieses Ziel. Fehlt eine passende Quelle, geht sie zu einem weniger spezifischen Ziel zurück. Eine umgekehrte Reihenfolge hätte andere Semantik.

Router A kann ein Paket von S nach D an B geben, während B nur D auswertet und es zu A zurückschickt. Beide Tabellen sind in ihrem Modell plausibel. Gemeinsam bilden sie eine Schleife zwischen zwei Bedeutungen derselben Route.

Der Entwurf verlangt deshalb Schleifenfreiheit: Der nächste Hop bleibt in einer fähigen Topologie, ein alter Nachbar wird nur mit nachgewiesenem metrischem Fortschritt benutzt, oder die Route wird unerreichbar und zum Blackhole. Bei Link-State-Protokollen beweist Flooding keine Forwarding-Fähigkeit; nötig sind ein separater SPF über fähige Router oder das bewusste Verwerfen.

Auch die Reihenfolge der Einführung ist Teil der Kontrolle. Zuerst wird die Fähigkeit im ganzen Routing-Domain ausgerollt und geprüft, danach werden Quellrouten aktiviert. Beim Rollback verschwinden zuerst die Routen, dann die Fähigkeit. Ein Versionsinventar ersetzt keine Belege für laufenden Build, Ressourcenlimit, Peer-Fähigkeit, Rekursion, FIB und S–D-Pakete.

Der Implementierungsanhang nennt Linux CONFIG_IPV6_SUBTREES, FRRouting, babeld und 20 aufgerüstete CERNET-Router. Das sind Angaben der Entwurfsautoren, keine unabhängige Produktionsmessung.

Die Route-Tabelle ist somit der erste Beleg. Danach folgen getrennt Softwarefähigkeit, Nachbar- oder Topologiefähigkeit, installierte Route und Policy-Epoche, rekursive Auflösung, programmierte Aktion, fähiger Pfad oder beabsichtigter Drop, Paketbeobachtung und Dienstresultat. Heng Lus Rahmen hält die gemeinsame Regel schmal, verlangt aber dichte Nachweise dafür, wer sie tatsächlich ausführt.

Sources