Zusammenfassung

  • Bei status: AGGREGATED-BY-LIR bezeichnet assignment-size die Präfixlänge der einzelnen Endnutzer-Zuteilungen im inet6num-Aggregat.
  • Aus der Differenz der Präfixlängen folgt die Zahl möglicher Plätze, nicht die Zahl aktiver Kunden, Verbindungen, Routen oder genutzter Präfixe.

Exakte Rechnung, begrenzte Aussage

RIPE NCC zeigt ein /46 mit /56-Zuteilungen. Zehn zusätzliche Bits ergeben 1.024 mögliche Plätze. Das beschreibt die mögliche Unterteilung. Plätze können unzugeteilt, reserviert, zurückgegeben oder inaktiv sein. Ein Kunde kann im Zeitverlauf mehrere Zuteilungen erhalten; eine Zuteilung kann Haushalt, Unternehmen, Pool oder Infrastruktur dienen.

Das Objekt enthält weder Sitzungszahlen noch Abrechnung, Gerätebestand, Adressnutzung oder Erreichbarkeitstest. Mögliche Plätze als aktive Kunden zu bezeichnen, fügt eine Beobachtung hinzu, die die Quelle nicht gemacht hat.

Zweck der Aggregation

RIPE-513 führte AGGREGATED-BY-LIR und assignment-size ein, damit viele gleich große IPv6-Endnutzer-Zuteilungen mit einem weniger spezifischen Objekt dokumentiert werden können. So bleibt die Struktur für Effizienzprüfungen sichtbar, ohne persönliche Daten jedes Endnutzers zu veröffentlichen. Einzelne ASSIGNED-Objekte können dagegen Nutzer und eigene Kontakte nennen.

Der Wert muss länger als das enthaltene Präfix sein, darf nur einmal vorkommen und ist bei AGGREGATED-BY-LIR Pflicht. Andere Größen brauchen andere Objekte. Diese Regeln belegen Registerkonsistenz, nicht tatsächliche Nutzung.

Evidenzschichten trennen

Das Feld nennt weder BGP-Ursprung noch RPKI-Autorisierung, route-Objekt-Rechte, Erreichbarkeit, Verkehrsmenge, Zugangstechnik, Eigentum oder Standort. RIPE trennt Maintainer, Kontakte, Organisationen und Routingattribute. Dafür sind zeitgleiche BGP-Beobachtungen, RPKI, IRR, Messungen und Betreiberbelege nötig.

Eine reproduzierbare Lesart bewahrt Präfix, inet6num-Schlüssel, Status, Wert, Zeit und Quelle. 2^(Zuteilungslänge − Aggregatlänge) heißt „mögliche gleich große Zuteilungsplätze“, nicht „aktive Anschlüsse“.

Quellen