Zusammenfassung
- Der PSID ist ein lokales Segment-Label aus dem SR Local Block des Egress. Es steht nach dem letzten Label des SR-Pfads und wird am Egress verarbeitet und entfernt.
- LSP Ping wird statt Traceroute verwendet, weil Transitknoten den PSID nicht verarbeiten; RFC 9884 beschreibt daher keine PSID-Prüfung mit LSP Traceroute.
- Entscheidend ist die Zuordnung des Labels zum SR-Kontext am Egress, nicht nur die Erreichbarkeit.
RFC 9884 erweitert LSP Ping, um korrekte PSID-Verarbeitung und den am Egress zugehörigen SR-Pfadkontext zu prüfen. Der Endpoint des SR-Pfads ist der Responder. Der Umfang des PSID bestimmt den Target-FEC-Stack-Sub-TLV: Policy gilt für alle Segment Lists einer Policy, Candidate Path für alle Listen einer Candidate Path, Segment List für eine einzelne oder einige Listen. Werden nur einige Listen identifiziert, sind mehrere LSP-Ping-Nachrichten nötig; jede trägt genau einen listenbezogenen Sub-TLV.
Die sechs Sub-TLVs sind IPv4 Policy (49), IPv4 Candidate Path (50), IPv4 Segment List (51), IPv6 Policy (52), IPv6 Candidate Path (53) und IPv6 Segment List (54). Sie werden nicht gemeinsam erwartet. Sind mehrere vorhanden, wird nur der erste verarbeitet. Reservierte Felder werden mit null gesendet und beim Empfang ignoriert. Ein nicht unterstützter Protocol-Origin lässt die Responder-Validierung fehlschlagen.
Die Feldidentität wird schrittweise genauer. Policy prüft Headend, Color und Endpoint. Candidate Path ergänzt Protocol Origin, Originator und Discriminator. Segment List ergänzt die Segment-List-ID. Ein fehlerhaft aufgebauter Target-FEC-Stack-Sub-TLV liefert Code 1. Ein fehlgeschlagenes PSID-zu-Kontext-Mapping liefert Code 10; erfolgreiche Validierung liefert Code 3 und FEC-Status 1.
Für Reverse- oder Reply-Path sendet der Endpoint den Sub-TLV. Der Headend validiert ihn, ohne einen Rückgabecode zu setzen. Ungültige Antworten werden verworfen; der Headend sollte den Fehler protokollieren oder melden. Die Prüfung ist kein Nachweis für jedes Transitsegment.
Analyse von Theo March – keine Vorgabe aus RFC 9884. Die Korrelation mit der Control Plane, getrennte Dashboards für Policy, Candidate Path und Segment List sowie die Unterscheidung von Code 10 und Paketverlust helfen bei der Diagnose. Phasenweiser Rollout und Überwachung von PSID-Lebenszyklusänderungen sind Betriebsentscheidungen. RFC 9884 schreibt weder Plattform noch Aufbewahrungsschema vor. Die Sicherheitsgrenze wird aus RFC 8029 übernommen; die zusätzlichen Sub-TLVs bringen laut Spezifikation keine neuen Sicherheitsprobleme.
Quellen
Mitgliederbriefing
Detaillierter Profilkontext
Melden Sie sich mit der richtigen Mitgliedschaftsstufe an, um das vollständige Briefing und die Quellennotizen freizuschalten.
Nur für Strategic Circle
Strategic Circle
Offen für alle Leser. Schalten Sie Profil-Briefings nach Beitritt und Anmeldung frei.
Strategic Circle beitretenNur für Leadership Alliance
Leadership Alliance
Für qualifizierte Inhaber von IP-Assets und Management; melden Sie sich an, um Leadership-Alliance-Briefings freizuschalten.
Leadership Alliance beitreten
