Zusammenfassung
- RFC 3381 ergänzte IPP um vier optionale Attribute zur Auftragsfortschrittsmessung und um ein Attribut zur Blattsortierung. Ihre Werte gehörten zum Gesamtauftrag, zum aktuellen Dokument, zur aktuellen Kopie oder zum gerade gestapelten Blatt.
- Blatt-, Dokument- und Kopierreihenfolge bestimmten, wie Zähler stiegen und zurückgesetzt wurden. Konnte ein Gerät das Stapeln nicht erkennen, durfte „abgeschlossen“ durch das Ende der Blattverarbeitung angenähert werden.
Der Gesamtzähler stieg von drei auf vier, während der Wert der aktuellen Kopie von drei auf eins fiel. Das war kein Rückschritt, wenn gerade eine Kopie endete und die nächste begann. Ohne diese Grenze sah eine korrekte Zustandsänderung wie verlorene Arbeit aus.
RFC 3381 erschien im September 2002 als Standards-Track-Dokument. Es definierte job-collation-type, sheet-completed-copy-number, sheet-completed-document-number und impressions-completed-current-copy. Hinzu kam sheet-collate, mit dem ein Client sortierte oder unsortierte Blätter anfordern konnte.
Die Erweiterung schuf keine universelle Prozentanzeige. Sie zeigte, warum ein Skalar nicht genügte. job-impressions-completed zählte über den gesamten Auftrag weiter. Der Zähler der aktuellen Kopie musste bei jedem neuen Dokument und jeder neuen Kopie auf null zurückkehren. Dokumentnummer, Kopiennummer und Sortiertyp bildeten den Kontext.
Die Attribute stammten aus der in RFC 2707 beschriebenen PWG Job Monitoring MIB. Sie konnten außerdem in Benachrichtigungen auftauchen, die RFC 3995 und RFC 3996 später ausgestalteten. Schnellere Übermittlung änderte die Reichweite der Aussage nicht: Auch eine Benachrichtigung brauchte Sortierung und Rücksetzgrenze.
RFC 3381 führte denselben Auftrag in drei Ordnungen vor: drei Kopien von zwei Dokumenten mit jeweils drei Druckbildern. Bei unsortierten Blättern wurde ein Blatt für alle Kopien wiederholt, bevor das nächste folgte. Bei sortierten Dokumenten kam die erste Kopie jedes Dokuments vor der zweiten. Bei unsortierten Dokumenten wurden alle Kopien des ersten Dokuments vor dem zweiten ausgegeben.
Jeder Weg endete bei achtzehn Druckbildern. Nach dem vierten konnte sich das Gerät jedoch in der ersten Kopie des ersten Dokuments, in der ersten Kopie des zweiten oder in der zweiten Kopie des ersten befinden. Vier war in allen Fällen wahr und zur Ortsbestimmung dennoch unzureichend.
sheet-collate regelte die Blattfolge innerhalb einer Dokumentkopie. multiple-document-handling regelte Dokumente und Kopien. Zusammen erzeugten sie logische Ausgabesätze. Widersprüchliche Kombinationen hatten keine sinnvolle Ausführung und mussten als kollidierende Attribute abgelehnt werden.
Ein Ausgabefach-Sortierer konnte anschließend ein anderes sichtbares Ergebnis erzeugen. Ein Gerät konnte intern uncollated-sheets melden und dem Benutzer trotzdem sortierte Stapel liefern. Für eine Überwachungsanwendung war es unter Umständen nicht von einem Gerät ohne diesen Sortierer zu unterscheiden. Der Zähler beschrieb die beobachtete Produktion, nicht das ganze Endergebnis.
Auch „abgeschlossen“ hatte eine Grenze. Normalerweise waren Blätter und Druckbilder abgeschlossen, sobald sie gestapelt waren. Konnte die Implementierung das Stapeln nicht erkennen, durfte sie den Abschluss der Blattverarbeitung als Näherung verwenden. Die Ganzzahl konnte exakt sein, obwohl die physische Behauptung früher endete.
Zwischen Verarbeitung und Stapel lagen möglicherweise Transport, Endbearbeitung oder Papierstau. Das RFC beseitigte diesen Abstand nicht, sondern machte die Beobachtungsgrenze sichtbar. Wer die Näherung als physische Ablage behandelte, machte aus einer zulässigen Messgrenze eine nicht gegebene Lieferzusage.
Rücksetzungen gehörten zur Semantik. impressions-completed-current-copy sprang für jedes Dokument und jede Kopie auf null. Ein System, das nur Zeit und Zahl speicherte, konnte die normale Umschaltung als Fortschrittsverlust deuten. Auftrag, Dokumentordinal, Kopienordinal, Sortierung und Zustandswechsel mussten gemeinsam erhalten bleiben.
Unbekannt war nicht null. War eine Kopien- oder Dokumentnummer nicht verfügbar, musste das Gerät den IPP-Ausnahmezustand unknown zurückgeben und nicht den in manchen MIBs verwendeten negativen Zahlenwert. Null beschrieb den Anfang; unbekannt beschrieb fehlende Beobachtung. Eine Umwandlung erfand ein Ereignis.
Alle Attribute waren optional und in beliebigen Kombinationen implementierbar. Ein Drucker konnte den Gesamtwert ohne aktuelles Dokument liefern oder den Sortiertyp ohne jeden Kopienzähler. Ein fehlendes Feld bewies keinen Stillstand. Es begrenzte nur die belastbare Schlussfolgerung.
RFC 3381 aktualisierte RFC 2910 und stützte sich auf das Modell von RFC 2911; RFC 3196 bot Implementierungshinweise. RFC 3380 behandelte eine andere Grenze: atomare Annahme oder Ablehnung einer Attributänderung. Angenommene Änderung und beobachtete Ausgabe waren getrennte Sachverhalte.
RFC 8010 und RFC 8011 konsolidierten später Transport und Modell von IPP/1.1, wodurch RFC 3381 obsolet wurde. Das ist Normgeschichte, kein Nachweis für Produkteinsatz oder erfolgreiche Ausgabe. RFC 2567 und RFC 2568 erklären, warum IPP Aussagen an bestimmte Objekte und Attribute band.
Lu Hengs Ansatz einer minimalen Anfangsspezifikation erklärt die optionale, kombinierbare Erweiterung: gemeinsame Begriffe mussten nicht gleiche Sensorik vortäuschen. Seine Realitätsebenen trennen Sortierauftrag, Verarbeitung, Zählerstand, Blatttransport, Stapeln und Besitz des Benutzers.
Das bleibende Ergebnis von RFC 3381 ist der Kontext um die Zahl. Erst wenn Zählgegenstand, Reihenfolge, Rücksetzpunkt und tatsächliche Beobachtungsgrenze mitgeliefert werden, wird drei zu prüfbarer Evidenz.
Quellen
Mitgliederbriefing
Detaillierter Profilkontext
Melden Sie sich mit der richtigen Mitgliedschaftsstufe an, um das vollständige Briefing und die Quellennotizen freizuschalten.
Nur für Strategic Circle
Strategic Circle
Offen für alle Leser. Schalten Sie Profil-Briefings nach Beitritt und Anmeldung frei.
Strategic Circle beitretenNur für Leadership Alliance
Leadership Alliance
Für qualifizierte Inhaber von IP-Assets und Management; melden Sie sich an, um Leadership-Alliance-Briefings freizuschalten.
Leadership Alliance beitreten
