Zusammenfassung

  • RFC 1289 brachte im Dezember 1991 DECnet-Phase-IV-Verwaltungsobjekte in den Rahmen von Internet-SMI, MIB und SNMP. Der obligatorische, les- und schreibbare Wert phivSystemState unterschied ON, OFF, SHUT und RESTRICTED.
  • SHUT sperrte neue logische Links, ließ vorhandene jedoch bestehen und wechselte erst nach ihrem Verschwinden zu OFF. OFF beendete zusätzlich bestehende Links und das Routing durch den Knoten. RESTRICTED sperrte lediglich neue eingehende logische Links von anderen Knoten. Der Wert belegt weder einen Befehl noch dessen Berechtigung, Annahme oder beobachtete Wirkung.

Ein gemeinsames Protokollvokabular hebt Zustandsfolgen nicht auf

RFC 1289 entstand für eine Umgebung, in der TCP/IP-Internets und DECnet Phase IV nebeneinander betrieben werden konnten. Managementstationen sollten über Internet-SMI, MIB und SNMP auf DECnet-Objekte zugreifen können. Das war eine Vereinheitlichung der Verwaltungsoberfläche, nicht die Behauptung, dass jedes verwaltete System derselben Zustandslogik gehorchte.

Die Definitionen von phivSystemState bleiben deshalb konkret. ON gestattet logische Links. OFF gestattet keine neuen Links, beendet die vorhandenen und routet keinen Verkehr durch den Knoten. SHUT gestattet keine neuen Links, lässt vorhandene aber weiterbestehen; zu OFF wird erst gewechselt, wenn alle verschwunden sind. RESTRICTED gestattet keine neuen eingehenden logischen Links von anderen Knoten. Die für OFF formulierte Beendigung vorhandener Links und der Routing-Stopp stehen dort nicht.

Die Zustände sind damit keine groben Stufen einer Verfügbarkeitsleiter. Sie betreffen verschiedene Flächen: neue Arbeit annehmen, laufende Arbeit erhalten, sie beenden, Verkehr weiterleiten und die Richtung einer neuen Verbindung. Wer sie in „der Knoten ist aus“ zusammenzieht, löst genau die Bedingung auf, die bei der nächsten Entscheidung geprüft werden müsste.

Das Zustandswort hebt die Wartepflicht nicht auf

SHUT trennt Entscheidung und Abschluss. Es kann entschieden sein, keine neuen logischen Links mehr zuzulassen. Die vorhandenen sind damit nicht beendet. RFC 1289 nennt als Bedingung für den Übergang zu OFF, dass alle logischen Links weg sind. Zwischen der neuen Zugangsregel und dieser Bedingung liegt eine Phase, deren Dauer und Ergebnis nicht durch den Namen SHUT vorweggenommen werden.

Ein beobachteter SHUT-Wert stützt daher eine eng begrenzte Aussage über die Semantik des Objekts. Er stützt nicht ohne weiteres: der Knoten sei OFF, alle Sitzungen seien beendet, Routing habe aufgehört oder ein Dienst sei nicht erreichbar. Für solche Aussagen braucht es eigene Nachweise — Beobachtungen der Links, einen späteren Zustand, Routing-Telemetrie, Dienstprüfungen oder bei einer behaupteten Handlung einen Ausführungsnachweis.

Die Darstellung der Integerwerte zeigt denselben Unterschied zwischen Code und Wirkung. Um RFC 1155 zu entsprechen, wurden die Zustandszahlen gegenüber den Standard-DECnet-Werten um eins erhöht. Das war eine Anpassung der MIB-Repräsentation. Sie macht aus einem gelesenen Integer weder einen abgeschlossenen Betriebsvorgang noch eine autorisierte Anweisung.

Ein Remote-Eintrag ist kein allwissender Beobachter

Auch phivEndRemoteState ist obligatorisch und les- und schreibbar. Der Eintrag repräsentiert den Betriebszustand des gerade bewerteten entfernten Knotens und verwendet dieselben vier Werte. Das erweitert das Zustandsvokabular auf eine Remote-Bewertung. Es belegt nicht die aktuelle Erreichbarkeit, Identität, physische Verfassung, Zugriffsberechtigung oder den aus jeder Perspektive beobachteten Dienstzustand.

Die Formulierung „being evaluated“ begrenzt die Behauptung. Ein Eintrag darf sich auf einen entfernten Knoten beziehen, ohne eine unabhängige Aussage über jede Route, Anwendung und Verwaltungsentscheidung rund um ihn zu sein. Ebenso beschreibt read-write die vorgesehene Zugriffsklasse. Es benennt weder Anmeldedaten noch eine zulassende Richtlinie, einen eingereichten Schreibvorgang, dessen Geräteannahme oder den späteren Erfolg.

Quellen und Grenzen der Belege

Grundlage ist RFC 1289 — DECnet Phase IV MIB Extensions. Die Quelle belegt den Status von Dezember 1991, den gemeinsamen SMI/MIB/SNMP-Kontext, die obligatorischen les- und schreibbaren Zustandsobjekte, die Definitionen von ON, OFF, SHUT und RESTRICTED, den Remote-State-Eintrag und die Integeranpassung für RFC 1155. Sie belegt keinen aktuellen DECnet-Knoten, keinen abgesandten Befehl, keine Berechtigung, keine Zugriffskonfiguration, keine in einer bestimmten Installation ausgelaufenen Links, keinen realen Routing-Stopp, keine gegenwärtige Erreichbarkeit, keinen laufenden Dienst und kein Nutzerergebnis.