Zusammenfassung

  • Bei AUTOMATIC-FAILURE können ein einzelnes PARTSTAT=FAILED oder eine überschrittene Frist vor Abschluss den gesamten VTODO auf FAILED setzen.
  • SERVER überlässt die Statuswahl den Geschäftsregeln der jeweiligen Implementierung; CalDAV kann unterstützte Modi ankündigen und einen nicht unterstützten Modus mit HTTP 403 zurückweisen.

Damit wird ein individuelles Signal zum Gesamtstatus der Aufgabe. Die andere Schwelle ist eine Frist: Bleibt die Aufgabe nach dem effektiven Fälligkeitszeitpunkt unvollständig, soll der Server ebenfalls FAILED setzen. Die Frist ergibt sich aus DUE oder aus DTSTART plus DURATION. VSTATUS kann Grund, Unterstatus und Zeitstempel festhalten; der Status erhält so eine nachvollziehbare Begründung.

Die im Oktober 2026 veröffentlichte RFC aktualisiert VTODO für Projekt- und Workflow-Aufgaben ebenso wie für persönliche Erinnerungen. TASK-MODE bestimmt, wer Statusänderungen steuert. Fehlt die Eigenschaft, gilt CLIENT und der Server übernimmt den Clientstatus. Andere Modi verlagern einzelne Entscheidungen auf den Server.

Bei AUTOMATIC-COMPLETION soll der Server die Aufgabe abschließen, sobald alle Teilnehmenden den Abschluss melden; einen Fehlschlag behandelt in diesem Modus der Client. AUTOMATIC verbindet beide Verhaltensweisen.

SERVER lässt mehr Spielraum bei der Implementierung. Bei eintreffenden Antworten oder abgelaufenen Fristen wählt der Server den Status nach eigenen Geschäftsregeln. RFC 10051 schreibt weder eine Karenzzeit noch den Umgang mit Teilerledigung, Wiederholungsversuchen oder offenen Abhängigkeiten vor. Dieselbe Aufgabe kann deshalb zwei Dienste erreichen und dort unterschiedliche Urteile erhalten.

CalDAV macht einen Teil dieser Grenze sichtbar. Ein Server kann unterstützte Modi in CALDAV:supported-task-mode-set veröffentlichen. Versucht ein Client, eine Aufgabe in einem nicht unterstützten Modus zu speichern, muss der Server HTTP 403 mit einem DAV-Fehler zu den verfügbaren Modi zurückgeben. Ein Client, der TASK-MODE nicht kennt, soll die Eigenschaft sicher ignorieren.

Die veröffentlichte Liste ist der Beleg, den ein Client nutzen kann; eine aktuelle Antwort eines benannten Dienstes würde dessen Unterstützung zeigen.

Die Aktualisierung trennt außerdem Frist und Aufwandsschätzung. DTSTART mit DUE oder mit DURATION definiert das Arbeitsfenster. ESTIMATED-DURATION nennt die erwartete Bearbeitungszeit. Eine Reparatur mit zwei Stunden Aufwand kann so ein Vier-Stunden-Fenster haben, ohne dass der Kalender die Arbeit selbst auf vier Stunden aufbläht.

Für das Betriebsteam ist FAILED nur ein Teil des Datensatzes. Wichtig sind auch der Modus, der den Wechsel erlaubt hat, die Fristberechnung, die Antworten der Teilnehmenden sowie Grund, Unterstatus oder Zeitstempel in VSTATUS. Der Status kann zwischen Systemen wandern; die Regel dahinter bleibt möglicherweise lokal.

Quellen