- NVIDIA zufolge werden Vera-CPU-Systeme nun in großem Maßstab ausgeliefert; AWS erhält seinen ersten Vera-Server und seine erste Vera Rubin GPU
- Frühere Vera-Systeme wurden bereits an Oracle Cloud Infrastructure, Anthropic, OpenAI und SpaceXAI geliefert, wodurch der Prozessor in die Qualifizierung und Integration bei Kunden übergeht
Die Fakten
NVIDIA zufolge werden Systeme auf Basis seiner Vera CPU nun in großem Maßstab ausgeliefert. Amazon Web Services erhält seinen ersten Vera-Server und seine erste Vera Rubin GPU. NVIDIA erklärte, Vera-Systeme seien zuvor bereits an Oracle Cloud Infrastructure, Anthropic, OpenAI und SpaceXAI geliefert worden.
Vera ist die erste von NVIDIA selbst entwickelte CPU und kann in eigenständigen Servern oder als Host-Prozessor in Vera Rubin NVL72-Systemen eingesetzt werden. NVIDIA hat sie für CPU-intensive Aufgaben im Umfeld des beschleunigten Rechnens konzipiert, darunter Orchestrierung, Datenverarbeitung, Werkzeugaufrufe und Codeausführung. Das Unternehmen kündigte Vera im Mai an; Cloud-Anbieter, KI-Labore und Serverhersteller bereiteten sich damals auf die Einführung vor. Mit den jüngsten Lieferungen geht der Prozessor über diese Ankündigungsphase hinaus.
NVIDIA hat jedoch weder erklärt, dass die genannten Kunden bereits Produktionsworkloads auf Vera ausführen, noch mitgeteilt, wann AWS Vera-basierte Infrastruktur allgemein verfügbar machen wird.
Die Einschätzung
AWS verfügt nun über Vera-Hardware und kann damit die praktischen Tests des Systems in seiner eigenen Umgebung beginnen. Dazu gehören Firmware, Betriebssoftware, Netzwerkanbindung und die vorgesehenen Workloads. Bis diese Prüfungen abgeschlossen sind, handelt es sich bei den Servern um ausgelieferte Hardware und nicht um nutzbare Cloud-Kapazität.
AWS hat angekündigt, Vera-basierte Infrastruktur anbieten zu wollen, aber noch keinen Termin für die allgemeine Verfügbarkeit genannt. NVIDIA hat außerdem Oracle, Anthropic, OpenAI und SpaceXAI als Empfänger genannt, ohne mitzuteilen, wie viele Systeme sie erhalten haben oder ob bereits Produktionsworkloads darauf laufen. Für die Leserinnen und Leser von BTW werden die nächsten wichtigen Belege aus diesen Bereitstellungen kommen. Termine für den Dienststart, Qualifizierungsergebnisse und benannte Workloads werden zeigen, ob Vera reibungslos von ausgelieferter Hardware in den regulären Betrieb übergeht.
Worauf zu achten ist
Zu beobachten ist, wann AWS die Verfügbarkeit Vera-basierter EC2-Infrastruktur ankündigt und ob Oracle, Anthropic, OpenAI oder SpaceXAI bestätigen, dass ihre Systeme Produktionsworkloads ausführen. Angaben zur Zahl der Systeme und zu den Zeitplänen der Qualifizierung würden zeigen, wie schnell die ersten Lieferungen in den regulären Betrieb übergehen. Bereitstellungen von Vera Rubin werden außerdem erkennen lassen, wie groß die Nachfrage nach eigenständigen Vera-Servern im Vergleich zum vollständigen Rack-System ist.
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