Zusammenfassung

  • Der individuelle Entwurf vom 1. November macht einen Configuration Agent für Routing-Tabelle, Relay-Pool und Gesundheit zuständig. Jeder Load Balancer behält den letzten guten Stand und meldet Version und Alter seiner aktiven Kopie.
  • Ist das vom Betreiber gesetzte Höchstalter überschritten, muss er neue Anfragen abweisen, deren Platzierung vom veralteten Gesundheitsstand abhängt. Ein Rücksprung auf früheren Inhalt braucht eine höhere Version und eine authentisierte Betreiberhandlung.
  • Im Proxy-Modus kann der Load Balancer ein Abonnement verlagern. Im Redirect-Modus muss der Client nach einem Relay-Ausfall selbst zurückkommen.

Der nächste Zuschauer braucht eine aktuelle Entscheidung

Ein Liveereignis hat bereits einen Publisher und Zuschauer. Ein gewöhnlicher QUIC-Load-Balancer verteilt Verbindungen, erkennt aber nicht, welche Anfragen unter derselben Track Namespace zusammengehören. Der neue MoQ-LB-Entwurf, am 2. November in der MoQ-Liste angekündigt, liest diesen Namen und wählt für jede Anfrage ein Relay aus einer gemeinsamen Routing-Tabelle. Die Autoren setzen voraus, dass Relays Anfragen auch untereinander bedienen können. Gemeinsame Platzierung soll internen Verkehr und Verzögerung sparen.

Der Configuration Agent bestimmt Tabelle, Pool und Gesundheitszustand. Er verteilt vollständige, authentisierte Snapshots. Die Instanzen prüfen eine höhere Version, aktivieren sie atomar und behalten den letzten gültigen Snapshot. Sie melden ihre aktive Version und deren Alter. Der Betreiber setzt ein Höchstalter. Danach darf eine Instanz keine neue Anfrage mehr platzieren, wenn die Entscheidung einen veralteten Gesundheitsstand braucht; sie weist sie ab. Der gespeicherte Plan verliert für diese Entscheidung seine Befugnis.

Diese Ablehnung trifft den Zuschauer sofort. Eine unbemerkte Weiterleitung anhand alter Gesundheitsdaten kann den Fehler erst mitten im Stream sichtbar machen. Der Entwurf nennt keine allgemeingültige Minutenanzahl. Für einen konkreten Dienst zählen die gewählte Frist und die Zeit, bis ein Update jeden Eingang erreicht.

Ein alter Snapshot lässt sich auch nicht einfach wieder einspielen. Versionen auf oder unter der aktiven werden verworfen. Wer einen früheren Plan zurückholen will, veröffentlicht dessen Inhalt unter einer neuen, höheren Version und authentisiert die Betreiberhandlung.

Im Proxy-Modus kann eine Instanz ein GOAWAY vom Relay oder einen abrupten Backend-Abbruch vor ihren Nachbarn bemerken. Bis der Agent einen neuen Zustand verteilt, können Instanzen für denselben Namespace kurz verschiedene Relays wählen. Die lokale Änderung soll zurückgemeldet werden. Der Redirect-Modus unterhält keine Backend-Sitzung und lebt allein von der verteilten Gesundheitsinformation. Das Dokument ist ein individueller Internet-Draft mit Ziel Standards Track.