Zusammenfassung
- Microsoft Cloud setzte 63,9 Milliarden US-Dollar um, 30 Prozent mehr als im Vorjahr; Azure wuchs um 48 Prozent.
- Die Bruttomarge von Microsoft Cloud sank auf 66 Prozent, während Azure im Umsatzmix mehr Gewicht erhielt. Der Quartalsbericht weist zugleich höhere Ausgaben für Rechenzentren und Rechenkapazität aus.
Analyse
Azure legte um 48 Prozent zu. Sein höherer Anteil im Microsoft-Cloud-Umsatzmix senkte die kombinierte Bruttomarge auf 66 Prozent. Produktverbesserungen, vor allem bei Azure, federten den Rückgang teilweise ab. Gleichzeitig stiegen die Umsatzkosten im Segment Agents and Infra um 35 Prozent. Microsoft investierte in Rechenzentren, um Nachfrage aus Azure und Microsoft 365 cloud zu bedienen. Die Investitionen halten mit dem schnellen Umsatzwachstum Schritt.
Microsoft Cloud erzielte in den drei Monaten bis zum 30. September 2026 einen Umsatz von 63,9 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es 49,1 Milliarden. Die Kennzahl bündelt Azure, Microsoft 365 commercial cloud und Industry solutions cloud. Azure steuerte 10,8 Milliarden US-Dollar zusätzlich bei. Microsoft verweist auf Nachfrage über die gesamte Plattform.
Die Konzernbetriebskosten nahmen um 975 Millionen US-Dollar oder 6 Prozent zu. Dazu trugen weitere F&E-Investitionen in Rechenkapazität und Personal bei. Die Kostenlinie bildet damit beide Seiten des Ausbaus ab: Rechenzentren und die Teams, die zusätzliche Kapazität bereitstellen.
Konzernweit stieg der Umsatz um 19 Prozent auf 92,3 Milliarden US-Dollar. Das operative Ergebnis legte um 21 Prozent auf 45,9 Milliarden zu. Der Konzern verdiente mehr, während die Cloud-Marge sank. Umsatzwachstum und kombinierte Cloud-Profitabilität bewegen sich in verschiedene Richtungen.
Microsoft veröffentlicht weder Azure-Bruttogewinn noch Bruttomargen je Cloud-Workload; diese Zahlen würden zeigen, wie viel zusätzlichen Bruttogewinn die neue Kapazität erwirtschaftet.
Quellen
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