Zusammenfassung

  • Der IESG genehmigte MASQUEs neue Charta am 22. Oktober und machte den geplanten Abschluss zum geltenden Auftrag.
  • Vier bereits angenommene Dokumente bleiben, zwei weitere sind möglich; künftige HTTP-Erweiterungen außerhalb des Rahmens gehen zu HTTPBIS.

Bei manchen Arbeitsgruppen füllt sich die Aufgabenliste schneller, als Dokumente fertig werden. MASQUE hat jetzt eine begrenzte Liste. Die IETF-Dokumentenhistorie weist für den 22. Oktober Genehmigung und geschlossene Abstimmung aus. Der Gruppeneintrag verweist auf Charta 04. MASQUE bleibt aktiv, soll aber nach Abschluss der Restarbeit schließen.

Die genehmigte Charta zählt vier übernommene Texte auf: ECN und DSCP für CONNECT-UDP, Kompression und Ableitung von HTTP-Datagram-Feldern, Optimierung für QUIC-Proxying sowie DNS/PREF64-Konfiguration per HTTP Capsules. Hinzukommen dürfen optional eine informative Architektur und ein Standards-Track-Text zu qlog-Ereignissen. Weitere Arbeiten darf die Gruppe unter diesem Auftrag nicht annehmen.

Die vier Punkte standen bereits im Entwurf 03-03. Neu ist ihre verbindliche Rolle. CONNECT-UDP und CONNECT-IP bilden laut Charta die bereits gelieferte Kernfunktion. Die vier verbleibenden Dokumente müssen ihre Prüf- und Veröffentlichungswege durchlaufen. Die Genehmigung setzt dem Sammeln neuer Themen ein Ende.

Außerhalb des genehmigten Rahmens werden HTTP-Erweiterungen an HTTPBIS verwiesen. Ein Autor mit einer neuen Idee weiß damit, welche Gruppe er überzeugen muss. Betreiber können dort die weitere Diskussion verfolgen. Das klingt nach Geschäftsordnung, entscheidet aber, welche technische Frage überhaupt auf welchem Tisch landet.