Zusammenfassung

  • Indiens G.S.R. 47(E) befreite am 20. Januar 2026 regelkonforme Low-Power-Indoor- und Very-Low-Power-Outdoor-Systeme im Bereich 5925–6425 MHz von individueller Lizenz oder Frequenzzuweisung. Auf APNIC 62 in Mumbai war 6 GHz laut Konferenzbericht dennoch für die meisten Clients unsichtbar; Kapazität blieb ungenutzt und die meisten Geräte konnten sich nicht assoziieren.
  • Das ist kein Beleg für ein Scheitern der Regel. Zwischen Erlaubnis und Nutzung liegen Typgenehmigung, AP-Software und Länderprofil, Client-Funktechnik und Betriebssystem, Regulatory Domain, Discovery, WPA3/PMF- oder MLO-Assoziation und das am Ende verwendete Band. Apples Anteil von 22% beschreibt lediglich beobachtete Gerätefamilien.

Eine Vorschrift kann ein Frequenzband öffnen, ohne es auf einem einzigen Client sichtbar zu machen.

Die G.S.R. 47(E) erlaubt eine begrenzte Nutzung: gemeinsam und ohne Schutzanspruch, mit Grenzwerten für Leistungsdichte, EIRP und Emissionsbandbreite, räumlichen Verboten und einem wettbewerbsbasierten Zugriffsprotokoll. Sie beseitigt Lizenz- und Zuweisungspflichten für konforme Systeme. Sie genehmigt nicht rückwirkend jedes Modell und aktiviert weder Firmware noch Ländereinstellungen.

Die APNIC-62-Event-API ordnet den Netzwerkbericht den Lightning Talks vom 9. September zu. Der offizielle Bericht nennt UniFi-E7-Access-Points, 440 eindeutige MAC-Adressen und 2 TB Daten. Randomisierte MAC-Adressen sind keine Personenzählung. Seine Störungstabelle führt vier getrennte Fälle auf: unsichtbares 6 GHz; WPA3/MLO-Assoziationsfehler mit Wechsel zu WPA2/WPA3-Mischbetrieb und abgeschaltetem MLO; fehlendes DHCPv4 auf einem IPv6-lastigen VLAN für Clients ohne 464XLAT; sowie Gleichkanalstörungen. Aus der gemeinsamen Tabelle folgt keine gemeinsame Ursache.

Die nächste Folie stellt die indische Öffnung neben Apples Hinweis auf regionale Verfügbarkeit und ein Diagramm mit Apple 22%, andere 78%. Sie nennt weder den Nenner für „die meisten“ noch Modelle, OS-Builds, Regulatory Domains, Scan-Ergebnisse, Assoziationsversuche oder Endbänder. Die 22% sind deshalb weder Fehlerquote noch Anteil inkompatibler Apple-Geräte. Sie beweisen auch nicht, dass die übrigen 78% 6 GHz nutzten. Eine Nullzahl erfolgreicher Sitzungen wird ebenfalls nicht ausgewiesen.

Ein Hinweis von DoT/WPC macht die Genehmigungsübergangszeit sichtbar. Bei mehreren vor G.S.R. 47(E) zugelassenen Modellen war 5925–6425 MHz deaktiviert. Erfasste die frühere Equipment Type Approval nur 2,4 oder 5 GHz, musste sie aufgehoben und durch eine neue ETA für alle einschlägigen Bänder ersetzt werden, bevor 6 GHz aktiviert, beworben, geliefert, verteilt oder genutzt werden durfte. Im getippten Kopf steht 06/03/2025; der 2026er Dateipfad, das PDF-Erstellungsdatum, die Bekanntmachungsnummer und beide Unterschriften weisen jedoch auf den 6. März 2026. Diese offenkundige Jahresabweichung gehört zur Quellenlage.

Apple trennt Hardware und regionale Softwarefreigabe. Die Seite zur Wi-Fi-7-Verfügbarkeit sagt, dass Geräte dort nur 2,4 und 5 GHz nutzen, wo die unlizenzierte 6-GHz-Nutzung nicht genehmigt ist. Der Leitfaden zu Wi-Fi 6E und Wi-Fi 7 nennt konkrete Generationen, empfiehlt eine SSID über alle drei Bänder, beschreibt eine 5-GHz-Alternative bei getrennten Namen und erlaubt das Abschalten von 6E pro Netz. Apple Platform Deployment unterscheidet die Discovery-Wege: über 2,4/5 GHz oder über Preferred Scanning Channels in 6 GHz, sofern die Regulatory Domain das Band zulässt.

Die E7-Spezifikation bestätigt ein 6-GHz-Funkmodul, nicht aber die Konfiguration der Konferenz. Ubiquitis 6-GHz-Einstiegshilfe trennt unterstützte Region, kompatiblen AP, WPA3/PMF, Bandfreigabe und Beitrittshilfe über 5 GHz. Die aktuelle Regionalliste nennt für Indien im Innenbereich mindestens UniFi Network 10.4 und AP 8.6.10. Sie belegt eine heutige Softwarehürde, nicht die Versionen auf APNIC 62. Die Übersicht zu SSID- und AP-Einstellungen warnt vor Discovery-Problemen bei reinen 6-GHz-SSIDs und davor, dass MLO WPA3 aktiviert und manche Clients ausschließen kann.

Damit bleibt ein enger Befund: Nach der Regulierung bestand eine operative Kompatibilitätslücke. Nicht belegt sind ein bestimmter Apple-Fehler, eine vollständige Nullnutzung von 6 GHz oder eine gemeinsame Ursache für Discovery, WPA3/MLO und DHCP/464XLAT. Sichtbarkeit, Assoziation, Authentisierung, IP-Dienst und Endband brauchen getrennte Messwerte.

Quellen