Zusammenfassung

  • ICANN erklärt, dass jeder beantragte String der Runde 2026 einschließlich Varianten einer anfänglichen Namenskollisions-Risikobewertung unterliegt.
  • Ein Hochrisiko-Befund eröffnet einen bedingten Pfad: Ein Minderungsplan kann erfolgreich bewertet werden müssen, bevor der Antrag fortschreitet.

Eine Risikoklassifikation ist kein Root-Zonen-Ergebnis

ICANN beschreibt eine Namenskollision als unbeabsichtigte Auflösung eines für ein Namenssystem gedachten Namens in einem anderen System. Das RFP vom Juni sagt, dass alle beantragten Strings und Varianten im Rahmen des Risikomanagements initial bewertet werden. Quantitative und, wo erforderlich, qualitative Analyse soll Strings erkennen, die bei Delegierung schwere Folgen auslösen könnten.

Damit ist weder ein bestimmter Antrag als hochriskant bezeichnet noch eine Delegierung entschieden. Nach der anfänglichen Bewertung will ICANN einen Bericht zu Methode und Befunden veröffentlichen und eine öffentliche Kommentierungsphase durchführen. Nicht als hochriskant eingestufte Strings gelangen in die Warteschlange für Temporary Delegation. Bei einem Hochrisiko-String kann der Antragsteller nach Lösung einer einschlägigen Contention einen Minderungsplan zur Bewertung im Rahmen der Application Evaluation vorlegen, um fortzufahren.

Der Plan beantwortet eine engere Frage

Er soll erklären, wie Risiken vor oder nach Delegierung reduziert oder beseitigt werden. Entscheidend ist daher, ob die Maßnahmen den festgestellten Risikofall ausreichend adressieren, nicht ob der String bereits genehmigt ist. Ein hochriskanter Primärstring kann erst nach erfolgreicher Planbewertung fortschreiten. Eine zuteilbare Hochrisiko-Variante kann entfernt werden, damit der übrige Antrag weiterläuft. Beides beweist keine spätere Delegierung.

Quellen