• Die Arbeiten am Bodensegment umfassen Antenneninfrastruktur, Satellitenkontrollsysteme und Anbindungen an terrestrische Netze an mehreren Standorten.
  • Hispasat gibt an, dass der überarbeitete IRIS²-Plan nun 342 Satelliten umfasst, mit geplanten ersten Starts im Jahr 2029 und ersten Diensten im Jahr 2030.

Fakten

Hispasat gab am 7. August bekannt, dass es das Bodensegment von IRIS², dem sicheren Satellitenkonnektivitätsprogramm der Europäischen Union, leiten wird. Der Auftrag hat ein Volumen von mehr als 1,6 Milliarden Euro und umfasst Antennen, Satellitenkontrollsysteme sowie Verbindungen zwischen Bodenstationen und terrestrischen Netzen. Hispasat ist einer von drei Satellitenbetreibern im SpaceRISE-Konsortium, neben Eutelsat und SES.

Hispasat zufolge umfasst der aktuelle IRIS²-Plan 342 Satelliten: 330 in niedriger Erdumlaufbahn und 12 in mittlerer Erdumlaufbahn. Die ersten Starts sind für 2029 geplant, die ersten Dienste für 2030. Die derzeitige IRIS²-Seite der Europäischen Kommission führt noch 290 Satelliten auf, weshalb die Zahl 342 als die von Hispasat gemeldete aktuelle Konfiguration und nicht als eine bereits in allen offiziellen Programmunterlagen wiedergegebene Zahl zu betrachten ist.

Bewertung

Hispasat wird nun die Bodeninfrastruktur koordinieren, die es ermöglicht, die IRIS²-Satelliten zu steuern und mit terrestrischen Netzen zu verbinden. Dazu gehören Antennen, Kontrollsysteme und Netzwerkanbindungen an mehreren Standorten. Seine Aufgabe ist es, diese Einrichtungen zu einem einheitlichen System zusammenzuführen.

Die Bodeninfrastruktur muss zudem im Gleichschritt mit dem Satellitenprogramm bereitstehen. Die ersten Starts sind für 2029 und die ersten Dienste für 2030 geplant. Verzögerungen bei den Bodeneinrichtungen oder Netzanbindungen könnten daher den Dienstbetrieb bremsen, selbst wenn die Satelliten planmäßig starten. Für die Leser von BTW ist Hispasat nun dafür verantwortlich, dass die terrestrische Seite von IRIS² einsatzbereit ist, wenn die Konstellation ihren Dienst aufnimmt.

Ausblick

Hispasat hat die Bodenstandorte oder Unterauftragnehmer noch nicht benannt. Die Standortauswahl, Gerätebestellungen, Baubeginne und Tests werden die nächsten konkreten Meilensteine sein. Ihr Zeitplan ist wichtig, weil die terrestrische Infrastruktur rechtzeitig zum Dienstbeginn 2030 parallel zum Satellitenprogramm bereitstehen muss.