Summary

  • ARIN nahm im vierten Quartal 2025 2.768 alte Präfixe mit zusammen 1,28 Millionen /24-Äquivalenten unter Registration Services Agreements; das war der größte Quartalsschritt des Programms.
  • Im dritten Quartal 2026 lagen noch 372.877 /24-Äquivalente außerhalb solcher Verträge. 715 Blöcke der Größe /16 stellten 49,1 Prozent dieses Volumens.

Eine Zahl füllt plötzlich eine ganze Folie: 1,28 Millionen /24-Äquivalente. So viel alter IPv4-Adressraum kam bei ARIN allein zwischen Oktober und Dezember 2025 unter Registration Services Agreements. Laut den Datenqualitätsfolien für ARIN 58 betraf der Sprung 2.768 Präfixe. Es war das größte Quartal des Programms; vor allem große historische Zuteilungen machten den Ausschlag. ARINs offizieller Konferenzbericht wiederholt den Rekord. Wer sonst über Registrierungsarbeit gähnt, darf hier kurz die Augenbraue heben.

Der Vertragsturbo veränderte die Beziehung der Inhaber zum Register. Für tatsächlich über die IPv4-Warteliste verteilte Adressen führt ARIN eine andere Zahl: 2.195 /24-Äquivalente im dritten Quartal 2026. Zwei Zahlen, zwei Vorgänge. In der einen Spalte unterschreibt ein Inhaber; in der anderen erhält jemand Adressraum. Die Buchhaltung verdient ihre getrennten Schubladen.

Nach dem großen Satz standen im dritten Quartal 2026 noch 372.877 /24-Äquivalente außerhalb von Verträgen, 81 Prozent weniger als Anfang 2024. Aufgeräumt klingt anders, sobald man die Kartons öffnet: 715 /16-Blöcke vereinen 49,1 Prozent der verbleibenden Adressen auf sich. Nur 23 Blöcke der Größe /15 oder größer kommen auf rund 38 Prozent. Diese 23 Akten wären selbst in einem fast leeren Archiv nicht zu übersehen.

ARIN trennt in seinem Programm unbekannte Inhaber, Kontakte mit Prüfbedarf und bekannte Inhaber ohne Vertrag. Welche Organisationen den Rekord ausgelöst haben, nennt die Präsentation nicht. Die nächste Phase beginnt also mit weniger Trommelwirbel und mehr Recherche im Kontaktbuch. Drei Zähler würden sie verständlich machen: identifizierte Inhaber, geschlossene Verträge sowie tatsächlich zurückgegebene oder neu verteilte Ressourcen. Der beeindruckende Balken für 2025 steht fest. Jetzt interessiert, wie viele der großen offenen Akten einen Namen, eine Unterschrift und schließlich einen klaren Status bekommen.