Zusammenfassung

  • Im vierten Quartal 2025 kamen laut ARIN 2.768 historische Präfixe mit zusammen 1,28 Millionen /24-Äquivalenten unter Registration Services Agreements. Das war die größte Quartalsveränderung in der Geschichte des Programms.
  • Im dritten Quartal 2026 lagen noch 372.877 /24-Äquivalente außerhalb eines Vertrags, 81 Prozent weniger als im ersten Quartal 2024. Daneben zählte ARIN 16.212 historische CIDR-Blöcke.

Der größte Sprung in ARINs Programm für historische Ressourcen liegt schon zurück: Er gelang im vierten Quartal 2025. Auf der ARIN 58 teilte das Register mit, dass 2.768 Präfixe mit zusammen 1,28 Millionen /24-Äquivalenten unter Registration Services Agreements kamen. Kein anderes Quartal hatte seit Programmstart eine größere Veränderung gebracht.

Die beiden Zahlen messen Verschiedenes. Die Präfixzahl zählt Blöcke, deren Vertragsstatus wechselte. Die /24-Äquivalente zeigen deren gemeinsame Größe. Dass ARIN beide Angaben veröffentlicht, ist entscheidend: Eine reine Blockzahl hätte den Umfang dieses Quartals verschluckt. Wie viele Inhaber hinter den 2.768 Präfixen stehen, nennt die Präsentation nicht.

Der jüngere Stand aus Q3 2026 rückt den Rekord in die Gesamtentwicklung. Außerhalb eines Vertrags lagen noch 372.877 /24-Äquivalente – 81 Prozent weniger als in Q1 2024. ARIN zählte 16.212 historische CIDR-Blöcke, 6.578 weniger als zum Ausgangspunkt. Das Register beschreibt das Programm als Arbeit daran, historische Ressourcen unter Vertrag zu bringen und unbekannte Inhaberdaten zu klären. Die Zahlen zählen weder getrennte Netze noch ungenutzte Adressen.

„Historisch“ ist bei ARIN ein datierter Begriff: Die Ressourcen wurden vor dem Start des Registers am 22. Dezember 1997 ausgegeben. Inhaber ohne Vertrag können ihre Registerdaten und Reverse DNS weiter pflegen. Für RPKI und die Internet Routing Registry ist ein Vertrag erforderlich. Die Vereinbarung zieht also eine Servicegrenze; der Registereintrag bleibt bestehen.

ARINs Grafik lässt das vierte Quartal 2025 aus der Folge der Quartalswerte hervortreten. Im nächsten Bericht sollten Präfixzahl und Adressvolumen nebeneinander stehen, ergänzt um Veränderungen nach Präfixgröße. Mitglieder könnten dann erkennen, ob die verbleibende Arbeit vor allem viele kleine Blöcke oder wenige große betrifft. Für das Rekordquartal hat ARIN das Gesamtergebnis veröffentlicht; die Zahl der Inhaber dahinter fehlt.

Quellen: ARIN-58-Rückblick, Präsentation zur Datenqualität, Historische Ressourcen und FAQ zu historischen Ressourcen.