Zusammenfassung

  • ARIN zählt im dritten Quartal 2026 nur 23 alte IPv4-Blöcke der Größe /15 oder größer, die rund 38 % des noch nicht vertraglich erfassten Adressraums enthalten.
  • 715 weitere /16-Blöcke tragen 49,1 %. Die vielen kleinen Datensätze bestimmen den Arbeitsaufwand, die großen Blöcke das Volumen.

Die Zahl 16.212 klingt nach einer Aufgabe für eine sehr lange Checkliste. So viele alte CIDR-Blöcke führt ARIN im dritten Quartal 2026 noch außerhalb von Registrierungsdienstverträgen. Doch die für das Treffen am 23. Oktober veröffentlichte Präsentation lenkt den Blick auf nur 23 Einträge: Blöcke von /15 oder größer, in denen etwa 38 % des ausstehenden IPv4-Raums liegen. ARIN führt sie als eigene Namensliste. Die Elefanten im Raum haben eine Inventarnummer.

Insgesamt geht es um 372.877 /24-Äquivalente. Die 715 Blöcke der Größe /16 enthalten weitere 49,1 % davon. Am kleinen Ende stehen /21- bis /24-Blöcke für 91,5 % aller Blöcke, aber bloß 5,9 % der Adressen. Wer nur erledigte Vorgänge zählt, misst also vor allem die Bearbeitung der kleinen Fälle. Wer nur Adressen zählt, übersieht die Arbeit an eben diesen Datensätzen.

Der Rückstand schrumpft: um 26.313 /24-Äquivalente gegenüber dem Vorquartal und um 81 % seit dem ersten Quartal 2024. Der größte Sprung kam im vierten Quartal 2025. Damals wurden laut ARIN 2.768 Präfixe mit zusammen 1,28 Millionen /24-Äquivalenten in Registrierungsdienstverträge aufgenommen. Die Änderung betraf die vertragliche Erfassung dieser Adressen; eine Rückgabe an die Vergabestelle ist ein anderer Vorgang.

Bei den großen Blöcken dürfte jeder Fall eigene Arbeit an Inhaberdaten, Ansprechpartnern, Rechtsnachfolge und Vereinbarung verlangen. ARIN kann deshalb zwei Fortschritte offenlegen: wie viele Akten geklärt wurden und wie viel Raum einen gesicherten Vertragsstatus erhielt. Der erste Wert würdigt mühsame Kleinarbeit, der zweite zeigt die Bewegung der großen Bestände.

Die Präsentation nennt 23 Blöcke, keine 23 voneinander unabhängigen Eigentümer. Für jeden einzelnen Block fehlen öffentlich Angaben zu Kontaktprüfung, Vertragsabschluss und sonstigem Ausgang. Eine zusammengefasste Fallstatistik würde den auffälligen Anteil mit einem überprüfbaren Verfahren verbinden.