Zusammenfassung

  • Laut Googles offizieller Preisdokumentation kostet die abschließende Place-Details-Essentials-Abfrage mit „IDs Only“ nichts. Alle Autocomplete-Anfragen derselben Sitzung werden dann aber einzeln abgerechnet.
  • Bei einer gewöhnlichen Essentials-Abfrage werden die ersten zwölf Autocomplete-Anfragen einzeln berechnet; ab der dreizehnten fallen sie unter einen kostenfreien Sitzungs-SKU. Die Detailabfrage wird gesondert berechnet.

Die Null steht am Ende der Rechnung

Eine Anwendung bietet schon während der Eingabe Ortsvorschläge an. Für den ausgewählten Treffer braucht sie schließlich nur dessen Kennung. Der Entwickler begrenzt die Felder von Place Details (New) auf „IDs Only“. Die Antwort enthält weniger Daten, und die letzte Anfrage ist kostenlos. Wer nur diesen API-Aufruf betrachtet, sieht eine saubere Einsparung.

Googles Preisregel schaut rückwärts. Endet die Sitzung mit Place Details Essentials (IDs Only), werden alle zuvor gesendeten Autocomplete-(New)-Anfragen als einzelne „Autocomplete Requests“ berechnet, als habe es die Sitzung nicht gegeben. Das Sitzungstoken verbindet die Anfragen technisch. Einen bestimmten Preisvorteil verspricht es allein nicht. Erst das Ende des Ablaufs entscheidet über die Zuordnung.

Andere Enden zeigen die Größenordnung des Unterschieds. Bei gewöhnlichem Essentials bleiben die ersten zwölf Autocomplete-Aufrufe einzeln kostenpflichtig; ab Nummer dreizehn erhalten sie den kostenfreien SKU „Autocomplete Session Usage“. Der Detailaufruf kommt als eigene Position hinzu. Schließt die Anwendung mit Pro- oder Enterprise-Details oder einer Adressvalidierung ab, können sämtliche Autocomplete-Aufrufe unter den kostenfreien Sitzungs-SKU fallen. Dafür wird der Abschluss nach seinem jeweiligen höheren Tarif berechnet. Eine kostenlose letzte Anfrage garantiert keinen günstigeren Gesamtablauf.

Hier geraten zwei vernünftige Ziele aneinander. Die Entwicklung möchte nur die notwendigen Daten abrufen. Der Einkauf möchte die API-Ausgaben begrenzen. Google verknüpft beide Ziele über eine Preisregel, die in einer Feldmaske steckt. Wer Architekturvarianten vergleichen will, braucht die Zahl der Autocomplete-Aufrufe je Auswahl, den abschließenden SKU und die tatsächlich geltenden Preise. Aus Googles öffentlichen Unterlagen lässt sich keine Kundenrechnung ableiten.

Auch fehlerhafte Tokens führen zu Einzelabrechnung. Google verlangt ein neues Token je Sitzung und API-Schlüssel aus demselben Cloud-Projekt; Legacy- und New-Aufrufe lassen sich nicht zu einer Sitzung mischen. Bei fehlendem oder erneut verwendetem Token wird pro Anfrage berechnet. Dasselbe gilt für abgebrochene Sitzungen. Eine gültig abgeschlossene IDs-Only-Sitzung muss bei der Analyse von solchen Implementierungsfällen getrennt werden: die Rechnungszeile mag ähnlich aussehen, die Ursache ist eine andere.

Die Orts-ID ist wirklich gratis. Bezahlt wird der Weg dorthin, sobald der kostenlose Abschluss die vorangegangenen Aufrufe in den Einzelpreis schiebt.

Quellen