Zusammenfassung

  • Die drei Tarife teilen 4, 8 und 16 vCPU-Kerne mit 14, 28 und 56 GB Arbeitsspeicher zu, setzen Sitzungen von einer, sechs und acht Stunden und nennen Obergrenzen für Auflösung und Bildrate. Die beiden bezahlten kosten 9,99 beziehungsweise 19,99 Dollar im Monat, der kostenlose Tarif finanziert sich über Werbung — und an keiner Stelle steht eine Bitrate oder eine Latenz.
  • Jede Auflösung und jede Bildrate steht als „bis zu“, und jede Sitzungsgrenze wie jede Warteschätzung trägt einen Stern, den die gespeicherte Seite nicht auflöst: Die Tabelle gehört als Zuteilungsplan gelesen, nicht als Qualitätsversprechen.
  • Das Abonnement kauft entfernte Rechenleistung, keine Spiele. Die gekauften Titel bleiben in den Konten bei Steam, Epic, GOG, PC Game Pass und Ubisoft Connect; der Katalog ist eine von Publishern erteilte Erlaubnisliste und keine Produktliste des Betreibers.

Was die Tabelle tatsächlich beziffert

Auf der Tarifseite von GeForce NOW ist die Tabelle in der Sprache der Bereitstellung geschrieben. Der kostenlose Tarif läuft auf dem, was die Seite Basic Rig nennt: 4 vCPU-Kerne, 14 GB Arbeitsspeicher, einstündige Spielesitzungen*, bis zu 1080p bei bis zu 60 Bildern pro Sekunde, kein bevorzugter Warteschlangenzugang und eine angegebene typische Wartezeit von mehr als zwei Minuten*. Er finanziert sich über Werbung und nennt keinen Preis. Performance kostet 9,99 Dollar im Monat und wechselt auf „GeForce RTX“-Hardware mit 8 vCPU-Kernen, 28 GB Arbeitsspeicher, sechsstündigen Sitzungen*, bis zu 1440p bei bis zu 60 Bildern pro Sekunde, bevorzugtem Warteschlangenzugang mit typisch unter einer Minute Wartezeit*, 100 Stunden Premium-Spielzeit monatlich samt zusätzlich verfügbarer Zeit, Raytracing, HDR10 und SDR10, Unterstützung für Ultrawide-Monitore, dauerhaften Spieleinstellungen und Surround 5.1. Ultimate kostet 19,99 Dollar im Monat und nennt eine „GeForce RTX 5080“ mit 16 vCPU-Kernen, 56 GB Arbeitsspeicher, achtstündigen Sitzungen*, bis zu 5K bei bis zu 360 Bildern pro Sekunde, höchster Priorität mit typisch keiner Wartezeit*, derselben Zeile von 100 Premium-Stunden, DLSS 5, Reflex, Cloud G-Sync und Surround 5.1 oder 7.1.

Die Bibliothek folgt derselben Stufenlogik: über 2000 Spiele, nur Ready-to-Play, im kostenlosen Tarif; über 4500 Spiele mit Ready-to-Play und Install-to-Play in den beiden bezahlten Tarifen. Jede dieser Zahlen bezeichnet etwas, das der Betreiber bereitstellt und zählen kann.

Was die Tabelle verschweigt

Es fehlen die beiden Werte, die entscheiden, ob ein Spiel tatsächlich läuft, und es sind genau die, die ein Käufer prüfen würde. Der gespeicherte Text der Tarifseite enthält keine Bitrate, weder in Megabit pro Sekunde noch in einer anderen Einheit, und keinen Latenzwert in Millisekunden. Diese Asymmetrie ist keine Nachlässigkeit: vCPU-Kerne und Gigabyte Arbeitsspeicher sind Eigenschaften der Maschinen des Betreibers, während Bitrate und Umlaufzeit vom Anschluss des Abonnenten abhängen, vom Peering-Pfad zwischen diesem Anschluss und dem nächsten Rechenzentrum und von dessen Entfernung.

Das sind die Größen, die ein Käufer messen würde, und die Seite lässt sie aus.

Die Seite mit den Systemanforderungen gab bei der Abfrage am 20. Oktober 2026 keinen lesbaren Textkörper zurück. Megabit-Angaben, die sich auf dieses Dokument stützen ließen, führt dieser Artikel deshalb nicht an.

Obergrenzen, Sternchen und unveröffentlichte Bedingungen

Jeder Eintrag zu Auflösung und Bildrate ist als Maximum geschrieben: bis zu 1080p, bis zu 1440p, bis zu 5K; bis zu 60, 60 und 360 Bilder pro Sekunde. Jede Sitzungsdauer und jede Warteschätzung trägt ein Sternchen, und kein Fußnotentext, der diese Sternchen auflöst, hat die gespeicherte Seite überdauert.

Wörtlich gelesen sind die drei Zahlenfamilien der Tabelle nicht dieselbe Art von Zusage. Die aufgezählten Zuteilungen und die festgelegten Sitzungsdauern sind Servicedefinitionen: Sie beschreiben, was während einer Sitzung zugewiesen wird. Die „bis zu“-Werte sind Best-Case-Obergrenzen, die der Dienst nicht erreichen muss. Die mit Sternchen versehenen Grenzen und Wartezeiten sind bedingt, weil die Bedingung nicht in abrufbarer Form veröffentlicht wurde.

Ohne Bitrate und ohne Latenz daneben misst die Tabelle zugeteilte Kapazität, nicht wahrgenommene Qualität — und wer eine Obergrenze von 5K bei 360 Bildern pro Sekunde als Untergrenze liest, hat das Dokument missverstanden und wurde nicht von ihm getäuscht.

Ein Blick auf zwei Zeilen derselben Tabelle zeigt, wofür der Aufpreis erhoben wird. Performance und Ultimate nennen beide dieselben 100 Premium-Stunden im Monat, der Preis verdoppelt sich jedoch von 9,99 auf 19,99 Dollar. Die Differenz liegt in der Hardware (GeForce RTX gegenüber GeForce RTX 5080), in der Auflösungsobergrenze (1440p gegenüber 5K) und in der Bildrate (60 gegenüber 360) — also in Größen, die die Tabelle selbst nur als Maximum formuliert. Der Aufpreis kauft damit zuerst Ausstattung; was daraus an einem konkreten Anschluss wird, bleibt offen.

Gemietete Rechenleistung, geliehene Lizenzen

Die Dienstseite zieht die Grenze ohne Umschweife: unterstützte Spielestores und Abonnements verbinden — etwa Steam, Epic, GOG, PC Game Pass und Ubisoft Connect — und die Titel streamen, die man bereits besitzt, mit GeForce-RTX-Leistung. Die Katalogseite wiederholt die Struktur und ergänzt, dass Premium-Mitglieder exklusiven Zugang zu über 2200 Install-to-Play-Titeln haben.

Die Konsequenz verdient es, ohne Euphemismus benannt zu werden. Ohne gültige Erlaubnis bleibt ein Titel nicht in einem solchen Katalog. Der Katalog ist eine Erlaubnisliste, und der Abonnementbeitrag bezahlt entfernte Rechenleistung plus die jeweils geltenden Erlaubnisse.

Wie die Erlaubnisliste im Betrieb aussieht

Die Katalogseite zeigt den Mechanismus in zwei Stufen. Ready-to-Play startet einen Titel unmittelbar aus der verbundenen Bibliothek des Stores. Install-to-Play richtet ihn in der Sitzung ein, und diese zweite Stufe ist Premium-Mitgliedern vorbehalten — über 2200 Titel. Die beiden Stufen erklären auch die Bibliothekszahlen: über 2000 Titel im kostenlosen Tarif, über 4500 in den bezahlten. Der Store hält die Lizenz, der Betreiber hält die Zulassung, und derselbe Titel kann auf dem einen Weg verfügbar sein und auf dem anderen nicht.

Damit ist die Erlaubnisstruktur als Betriebsmerkmal beschrieben und nicht nur als Rechtsfigur. Was daraus für einzelne Titel folgt, bleibt offen: Die Support-Seite von GeForce NOW gab bei derselben Abfrage nur eine FAQ-Indexzeile zurück, sodass ein bestimmter, datierter Weggang eines Titels hier nicht belegt ist.

Was vor dem Kauf schriftlich zu klären ist

Drei Punkte, die die gespeicherten Seiten nicht belegen: wie viele gleichzeitige Streams ein Konto oder ein Haushalt führen darf; welches Rechenzentrum welche Region bedient und was geschieht, wenn das nächste voll ist; und ob eine Mindestbandbreite oder ein Latenzwert die beworbene Obergrenze bedingt. Ein vierter: ob ein „bis zu“-Wert überhaupt vertraglich bindet, was ohne die Serviceterms nicht zu klären ist — und diese wurden hier nicht geprüft.

Das Betreiberprofil und die bereits von BTW zu diesem Dienst veröffentlichten Artikel finden sich im BTW-Verzeichniseintrag zu NVIDIA GFN.