Zusammenfassung
- Revision 01 vom 1. November regelt den Mischbetrieb: Ein D-fähiger Router macht eine Redirect-to-IPv4-Regel ungültig, sobald die direkte Verbindung zum Ziel ausfällt; ein älterer Empfänger muss D ignorieren und die Regel weiterverarbeiten.
- D steht nun auf Bitposition 14 der IPv4-Community. Die Juli-Fassung sah auch eine IPv6-Variante vor und beschrieb die Empfänger-Differenz nicht ausdrücklich.
- Umweg und Schleife sind Szenarien des Entwurfs, keine dokumentierte Störung.
Der Befehl erreicht beide, die Schutzwirkung nur einen
Ein SDN-Controller leitet bestimmte Pakete zur IP-Adresse am anderen Ende einer direkten Verbindung. Die Verbindung fällt aus. Wenn ein Router die Adresse noch über eine aggregierte oder eine Standardroute auflösen kann, kann er die Umleitung beibehalten. Im zweiten Szenario der November-Fassung kreisen Pakete womöglich bis zum Ablauf ihrer TTL. Die Juli-Fassung kannte das D-Bit als Grundidee. Neu ist der genaue Vertrag für unterschiedliche Empfänger.
Ein kompatibler Router verknüpft bei D=1 das Ziel mit der tatsächlichen direkten Verbindung. Fällt sie aus, macht er die FlowSpec-Regel ungültig und beendet die Umleitung. Er darf sie nicht über eine breitere oder eine Standardroute künstlich am Leben halten. Dann greift eine andere anwendbare Regel oder die normale Zieladressweiterleitung. Kehrt die Verbindung zurück und bleibt die Regel sonst gültig, kann der Router sie ohne neue Nachricht des Controllers reaktivieren. Wie der Ausfall erkannt wird, legt der Entwurf nicht fest.
Der neue Abschnitt 5 schützt das alte Verhalten. Ein Empfänger, der Redirect-to-IPv4 versteht, aber D nicht, MUSS das Bit ignorieren und die Regel weiterverarbeiten; er DARF die Route nicht allein deshalb verwerfen. Die Originalwörter sind MUST und MUST NOT. So bleibt die Regel auf älteren Geräten nutzbar, aber der Schutz vor einer ausgefallenen Direktverbindung fehlt dort. Eine alte Regel mit D=0 erhält ihn ebenfalls nicht. Der Entwurf beschränkt D nun auf die IPv4-Community und legt Position 14 fest.
Das Dokument ist ein individueller Internet-Draft mit angestrebtem Standards-Track-Status. Vor dem Einsatz zählt nicht nur, ob der Controller D setzt. Entscheidend ist, welche Empfänger es verstehen und wie sie Pakete nach einem Verbindungsbruch tatsächlich weiterleiten.
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