• Eutelsat hat 5G-Satellitenkonnektivität in seinem Live-OneWeb-Netzwerk getestet, einschließlich der Übergabe einer aktiven Verbindung zwischen LEO-Satelliten.
  • Die ersten 100 der 440 neuen OneWeb-Satelliten werden für die Integration mit 5G-Netzen ausgelegt sein, während auch IRIS² voraussichtlich 5G NTN nutzen wird.

Die Fakten

Eutelsat hat zwei Tests der 5G-NTN-Technologie (nichtterrestrische Netze) abgeschlossen, die Satelliten nutzt, um die Mobilfunkkonnektivität über terrestrische Netze hinaus zu erweitern. Im Februar 2025 verbanden Eutelsat, MediaTek und Airbus ein 5G-Endgerät über einen OneWeb-Satelliten unter Verwendung der 3GPP Release-17-Technologie mit einem Mobilfunknetz. Ein späterer Test mit Partnern, darunter die Europäische Weltraumorganisation, nutzte die neuere Release-19-Technologie, um eine aktive 5G-Verbindung von einem LEO-Satelliten auf einen anderen zu übergeben, während diese über den Himmel zogen.

Eutelsat ergänzt außerdem die OneWeb-Konstellation mit 440 bei Airbus bestellten Satelliten, deren Auslieferung Ende 2026 beginnen soll. Airbus erklärte, dass die ersten 100 mit Technologie ausgestattet sein werden, die darauf ausgelegt ist, das Satellitennetz mit 5G-Systemen am Boden zu integrieren, und eine Architektur verwenden werden, die mit dem geplanten europäischen IRIS²-System kompatibel ist. Eutelsat hat mitgeteilt, dass 5G NTN auch ein Schlüsselmerkmal von IRIS² sein wird.

Unabhängig davon skizziert ein im Juli bei der US-amerikanischen Federal Communications Commission eingereichter Antrag ein vorgeschlagenes System mit 528 Satelliten namens Eutelsat Next, obwohl Eutelsat noch keinen Zeitplan für die Bereitstellung angekündigt hat.

Die Bewertung

Eutelsat hat gezeigt, dass ein 5G-Gerät über seine OneWeb-Satelliten verbunden werden kann und dass die Verbindung zwischen Satelliten übergeben werden kann, während diese sich bewegen. Die schwierigere Aufgabe besteht darin, dies zuverlässig in kommerziellen Netzen zu betreiben, wo Terminals, Gateways und terrestrische Mobilfunksysteme alle zusammenarbeiten müssen. Die neuen OneWeb-Satelliten bieten die erste Gelegenheit, mehr dieser Fähigkeiten in das Netz selbst zu integrieren, während IRIS² noch ein späteres Programm ist und Eutelsat Next lediglich ein Vorschlag bleibt.

Die Verwendung gemeinsamer 3GPP-Standards könnte es Mobilfunkbetreibern erleichtern, Satellitenkonnektivität in ihre bestehenden 5G-Netze zu integrieren. Betreiber würden jedoch weiterhin kompatible Ausrüstung und bewährte kommerzielle Dienste benötigen, so dass die Tests noch nicht zeigen, dass die Integration in großem Maßstab funktionieren kann. Für BTW-Leser ist der nächste Test, ob Eutelsat erfolgreiche Demonstrationen in Dienste umwandeln kann, die Mobilfunkbetreiber als Teil ihrer bestehenden Netzwerke bereitstellen und verwalten können.

Ausblick

Beobachten Sie die ersten Lieferungen der neuen OneWeb-Satelliten von Eutelsat ab Ende 2026 und ob deren 5G-Fähigkeiten in den kommerziellen Betrieb übergehen. Neue Betreibertests mit Produktionsterminals und Gateways würden stärkere Belege dafür liefern, dass die Technologie über Demonstrationen hinausgeht. Für Eutelsat Next würden regulatorische Fortschritte und ein konkreter Beschaffungs- oder Startplan zeigen, ob das vorgeschlagene 528-Satelliten-System zu einem festen Programm wird.