• Der geplante Campus in Colleferro verfügt Berichten zufolge über eine Netzzuteilung von 150 MW durch Terna und strebt einen Baubeginn ab 2027 an.
  • Der Gemeinderatsbeschluss bringt das Projekt voran, doch vor Baubeginn ist weiterhin die Genehmigung der italienischen Regierung erforderlich.

Der Sachverhalt

Der Gemeinderat von Colleferro hat das geplante KI-Rechenzentrumsprojekt von Cobra Green Hyperscale in Latium, südöstlich von Rom, genehmigt. Cobra Green gehört der Investmentgesellschaft Tendercapital und plant, vorbehaltlich weiterer Genehmigungen, den Baubeginn im Jahr 2027.

Bürgermeister Giulio Calamita erklärte, der Netzbetreiber Terna habe dem Projekt 150 MW elektrische Leistung zugeteilt. Die Pläne umfassen außerdem rund 34 MW Solarstromerzeugung auf dem Gelände, während die fertige Anlage voraussichtlich etwa 220 Arbeitsplätze bieten wird.

Das Projekt hat bereits weitere Planungsschritte durchlaufen. Im März hat die Regionalregierung von Latium die erforderliche Planungsvariante von einer vollständigen strategischen Umweltprüfung ausgenommen und dabei klargestellt, dass diese Entscheidung andere Genehmigungen oder Zulassungen nicht ersetzt. Die endgültige Freigabe der italienischen Regierung steht vor Baubeginn noch aus.

Die Einordnung

Die Genehmigung durch Colleferro bringt Cobra Green dem Baubeginn einen Schritt näher, legt aber den Zeitplan des Projekts nicht fest. Das Unternehmen hat lokale Rückendeckung und eine berichtete Stromzuteilung von 150 MW, doch die nationale Freigabe ist weiterhin erforderlich, bevor mit dem Bau begonnen werden kann.

Die praktische Frage ist, ob diese getrennten Bestandteile des Projekts rechtzeitig für den geplanten Start 2027 zusammenkommen. Cobra Green kann die Planungs- und kommerziellen Arbeiten fortsetzen, während die nationale Prüfung läuft, doch die verfügbare Berichterstattung zeigt noch nicht, wann diese Genehmigung eintrifft oder wann die zugeteilte Leistung am Standort verfügbar sein wird. Für BTW-Leser: Das Projekt ist fortgeschritten, befindet sich aber weiterhin in der Phase vor dem Baubeginn.

Die nationale Genehmigung und ein verbindlicher Zeitplan für die Strombereitstellung werden entscheiden, ob der Bau 2027 vom Plan zur Ausführung übergeht.

Was zu beobachten ist

Zu beobachten sind die endgültige Genehmigung der italienischen Regierung und die Bestätigung, dass der Bau 2027 beginnt. Auch der Zeitplan von Terna für die Bereitstellung der berichteten 150-MW-Zuteilung wird im weiteren Verlauf des Projekts von Bedeutung sein. Bauaufträge und ein detaillierterer Inbetriebnahmeplan wären weitere Belege dafür, dass sich der Campus von der Genehmigung zur Umsetzung bewegt.