Zusammenfassung

  • Am 22. Oktober genehmigte der IESG sechs Konfliktprüfungen zu CNSA-2.0-Profilen ohne Einwand.
  • Damit ist die Überschneidung mit IETF-Arbeiten geklärt; die Veröffentlichungsentscheidung fällt der Independent Submissions Editor.

Wer ein Kryptoprofil als Referenz anführt, sollte wissen, welche Instanz es freigegeben hat. Sechs Akten, ein Prüftag: Die Entscheidungsliste des IESG verzeichnet am 22. Oktober Antworten für Profile zu TLS 1.3, S/MIME, SSH, X.509-Zertifikaten und Sperrlisten, CMC sowie IPsec. Auf allen sechs Seiten steht „Approved No Problem — announcement sent“. Wer technische Vorgaben nach Herkunft sortiert, sollte diesen Vermerk genau lesen. Er bestätigt eine bestandene Zuständigkeitsprüfung, noch keine fertige RFC-Veröffentlichung.

Die TLS-Akte verweist auf die TLS-Arbeitsgruppe; S/MIME, PKIX und CMC auf LAMPS; SSH auf SSHM; IPsec auf ipsecme. In jedem Fall sieht der IESG in der Beziehung zur IETF-Arbeit kein Hindernis für eine unabhängige Veröffentlichung. Gemeinsames Fachgebiet bedeutet eben nicht gemeinsame Redaktion.

Im Ablauf des RFC Editor steht die IETF-Konfliktprüfung an siebter Stelle. Danach folgen Prüfung und Entscheidung des ISE, Produktion und Autorenkontrolle. Die sechs Entwürfe zielen auf Informational-Dokumente im Independent-Submission-Verfahren. Das Drehkreuz hat funktioniert; der Schreibtisch mit dem Veröffentlichungsentscheid steht dahinter.

Der Datatracker-Leitfaden zu Verfahrensständen ordnet die Antwort ausdrücklich der Konfliktprüfung zu.