Zusammenfassung

  • Cloudflares Infrequent-Access-Beispiel kombiniert eine Million Lesezugriffe mit 1.000 GB Abrufvolumen und 29,90 Dollar Gesamtkosten. Das entspricht durchschnittlich 0,001 GB je Zugriff.
  • Wird jedes 1-GB-Objekt bei jedem Zugriff vollständig abgerufen, kostet die Abrufverarbeitung 10.000 Dollar. Die übrigen drei Positionen ergeben zusammen einen bedingten Gesamtbetrag von 10.019,90 Dollar.

Die Anfrageabteilung hat alle Wiederholungen gezählt. Die Datenabteilung offenbar nur den Bestand. In Cloudflares R2-Kostenbeispiel treffen sich beide unten bei einer Summe mit zwei Nachkommastellen. Was eine einzelne Leseoperation zurückliefert, steht nicht dabei.

Die am 28. Oktober geprüfte offizielle Preisseite beschreibt 1.000 Objekte mit durchschnittlich 1 GB, die fünf Tage in Infrequent Access liegen und anschließend gelöscht werden. Währenddessen wird jedes Objekt 1.000-mal gelesen. Die Class-B-Zeile zählt folgerichtig eine Million Zugriffe und berechnet 0,90 Dollar. Beim Abrufvolumen werden dagegen 1.000 Objekte mit 1 GB multipliziert: 1.000 GB, zehn Dollar. Der Wiederholungsfaktor bleibt eine Zeile weiter oben hängen.

Es fehlt die zurückgegebene Datenmenge je Zugriff; die abgerechneten Abrufzähler einer realen Anwendung würden deren Kosten bestimmen.

Ein Tausendstel Objekt je Lesevorgang

Teilt man die gedruckten 1.000 GB durch eine Million Zugriffe, ergeben sich durchschnittlich 0,001 GB. Das ist ein Tausendstel der mittleren Objektgröße. Wer die Summe übernimmt, übernimmt damit eine bestimmte Annahme über die Anwendung.

Setzen wir eine andere Bedingung ausdrücklich ein: Jeder Zugriff holt das vollständige 1-GB-Objekt. Dann lautet das Produkt 1.000 Objekte × 1.000 Zugriffe × 1 GB, also eine Million GB. Bei dem veröffentlichten Abrufverarbeitungspreis von 0,01 Dollar je GB werden daraus 10.000 Dollar.

Position Gedrucktes Beispiel Je Zugriff ein vollständiges 1-GB-Objekt
Speicherung 10 Dollar 10 Dollar
Class A 9 Dollar 9 Dollar
Class B 0,90 Dollar 0,90 Dollar
Abrufverarbeitung 10 Dollar 10.000 Dollar
Gesamt 29,90 Dollar 10.019,90 Dollar

Die rechte Spalte hält die anderen drei Gebühren konstant. Sie ist eine bedingte Rechnung, keine Kundenrechnung. Der Unterschied von 9.990 Dollar entsteht durch die Nutzlastannahme. Dafür muss Cloudflare keinen einzigen Tarif ändern.

Auch die pauschale Annahme eines vollständigen Objekts wäre unbegründet. Cloudflare führt HeadObject und GetObject gemeinsam unter Class B auf. Metadatenabfragen und Inhaltsabrufe können somit derselben Operationsklasse angehören. Ein Zähler für diese Klasse beantwortet noch keine Frage nach zurückgelieferten Bytes. Für das Budget braucht man beides.

Am kostenlosen Ausgang arbeitet eine zweite Kasse

Internet-Egress ist bei R2 sowohl für Standard als auch für Infrequent Access kostenlos. Daneben kostet die Abrufverarbeitung der zweiten Klasse 0,01 Dollar je GB. Das Heraustransportieren und das Abrufen der Daten sind getrennte Tarifpositionen.

Bei vollständigen Objektabrufen kosten eine Million Class-B-Operationen neunzig Cent, ihre Abrufverarbeitung jedoch 10.000 Dollar. Wer ausschließlich den Anfragepreis optimiert, kann seine gesamte Einkaufsarbeit an der kleinsten Position verrichten.

Der Name der Speicherklasse greift auch nicht in das Programm ein. Das Beispiel selbst lässt jedes Objekt in fünf Tagen tausendmal lesen. Infrequent Access legt Preise fest; die Anwendung liefert die Aktivität. Ein später hinzugefügter Verarbeitungsauftrag kann dieselben Bytes immer wieder holen, ohne dass die gespeicherte Kapazität wächst. Die ursprüngliche Begründung für die Klassenwahl verändert sich trotzdem.

Fünf Tage bleiben, dreißig Tage bezahlen

Die anderen auffälligen Zahlen lassen sich mit den Regeln versöhnen. Die tausend Schreibvorgänge kosten neun Dollar, weil Cloudflare bis zur nächsten Abrechnungseinheit aufrundet; Infrequent Access verlangt für Class A neun Dollar je Million. Die Seite nennt auch 1.000.001 Operationen, die als zwei Millionen abgerechnet werden.

Die Speicherung kostet zehn Dollar für 1.000 GB-Monate, obwohl die Objekte am fünften Tag verschwinden. Der offizielle Leitfaden zu Speicherklassen setzt für Infrequent Access eine Mindestdauer von dreißig Tagen. Früheres Löschen, Verschieben oder Ersetzen lässt die Mindestdauergebühr bestehen. Der Löschvorgang ist kostenlos; die Speicherbindung hat einen anderen Kalender.

Die monatlichen Freimengen von Standard gelten hier ebenfalls nicht. Sie aus dem Nachbarbeispiel zu übernehmen würde tatsächlich angesetzte Gebühren ausradieren. Zudem behält das Standard-Beispiel die Objekte einen Monat lang, während das andere sie nach fünf Tagen löscht. Ihre Endbeträge eignen sich daher nicht unmittelbar für einen Vergleich identischer Anwendungen.

Für die Schreibgebühr gibt es eine Rundungsregel, für den Speicher eine Mindestdauer und für die Lesezahl eine Multiplikation. Umso sichtbarer bleibt die fehlende Menge je Abruf.

Richtige Teilrechnungen, ungeklärter Auftrag

Ein Anwendungsverantwortlicher kann die Anfragezahl richtig vorhersagen. Die Finanzabteilung kann die gesamte Speichermenge korrekt mit dem Abrufpreis multiplizieren. Beide können recht rechnen und dennoch verschiedene Arbeitsabläufe meinen. Das wiederholte Abrufen derselben Bytes verbindet ihre Modelle erst miteinander.

Ein belastbares Angebot ordnet Operationszahl und abgerechnetes Abrufvolumen denselben Aktionen im selben Zeitraum zu. Metadatenprüfungen bleiben erkennbar, vollständige Inhaltsabrufe bekommen ihre vollständige Datenmenge. Die gespeicherte Kapazität darf nicht stillschweigend die gesamte wiederholt geholte Datenmenge ersetzen.

Cloudflare veröffentlicht den nötigen Preis. Der Käufer muss den zugehörigen Ablauf angeben. 29,90 Dollar können in einem Beispiel stehen bleiben. Für ein unterschriebenes Budget brauchen sie eine Definition des Lesevorgangs.