Zusammenfassung

  • Die FTTP-Reichweite stieg um 514.000 auf 23,4 Mio. Standorte; das Ziel von 25 Mio. im Dezember bleibt bestehen.
  • Openreach gewann netto 574.000 FTTP-Anschlüsse und erreichte 9,4 Mio. angeschlossene Standorte sowie 40% Nutzung.
  • Die gesamte Breitbandbasis sank um 192.000 Leitungen; für FY2027 werden weiter ungefähr 800.000 Verluste erwartet.
  • Der Breitband-ARPU von Openreach stieg um 7% auf 17,7£, der Consumer-Breitband-ARPU fiel wegen sinkender Sprache um 2% auf 40,9£.
  • Der Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten blieb bei 4,3 Mrd. £, das bereinigte EBITDA sank um 1% auf 2,0 Mrd. £.

BT beschreibt das Quartal als letztes Jahr des PSTN. Der technische Wechsel schafft neue Glasfaseranschlüsse, entfernt aber auch einen Umsatzbaustein aus traditionellen Paketen. Der Consumer-Breitband-ARPU sank hauptsächlich wegen rückläufiger Sprache.

Bei Openreach wirkt der Wandel anders. Mehr FTTP-Nutzung, höhere Geschwindigkeiten und Preiserhöhungen steigerten den Breitband-ARPU um 7% auf 17,7£. Auf Großhandelsebene wird eine erhaltene Leitung wertvoller; im Endkundenpaket geht Sprachwert verloren.

Die Beträge sind wegen unterschiedlicher Leistungsumfänge nicht direkt vergleichbar. Ihre Richtung zeigt jedoch, warum die Migration keine einfache Aufwertung jedes Kunden ist.

Drei Netzkennzahlen, drei Aussagen

Openreach kann inzwischen 23,4 Millionen Standorte mit FTTP erreichen. Das ist ein Verfügbarkeitsmaß. Tatsächlich angeschlossen sind 9,4 Millionen Standorte. Die 574.000 Nettozugänge beschreiben den Zuwachs im Quartal.

Gleichzeitig ging die Gesamtzahl der Breitbandleitungen um 192.000 zurück. BT hält an der Erwartung von ungefähr 800.000 Verlusten im Geschäftsjahr fest. Ein Kunde kann von Kupfer zu FTTP wechseln und erhalten bleiben; eine andere Leitung kann ganz verschwinden oder auf ein konkurrierendes Netz wechseln.

BTs eigene FTTP-Endkundenbasis liegt bei 4,8 Millionen, darunter 4,5 Millionen Consumer- und 0,3 Millionen Business-Anschlüsse. Sie ist kleiner als die Openreach-Basis, weil auch andere Anbieter die Plattform nutzen.

Kostenreduktion stabilisiert den Übergang

Der Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten lag unverändert bei 4,3 Milliarden Pfund. Der bereinigte britische Serviceumsatz fiel um 1% auf 3,8 Milliarden Pfund. Das bereinigte EBITDA sank um 1% auf 2,0 Milliarden Pfund, da Kostentransformation niedrigere Breitband- und Sprachmargen nur teilweise ausglich.

Die gesamte Arbeitsressource ohne International sank um 8% auf 94.000. Der Energieverbrauch des Netzes ging um 8%, das Openreach-Reparaturvolumen um 21% zurück. Glasfaser kann Reparaturen reduzieren; eine kleinere Organisation muss dennoch Installation und Störungsbehebung zuverlässig leisten.

International wird nach dem geplanten Verizon-Joint-Venture als aufgegebener Geschäftsbereich dargestellt. Vergleichszahlen wurden auf fortgeführte Aktivitäten angepasst und dürfen nicht mit dem früheren Gesamtkonzern verwechselt werden.

Die 5G+-Bevölkerungsabdeckung stieg auf 77%, und BT bestätigte die Prognose. Beide Aussagen betreffen Verfügbarkeit und Zielerreichung, nicht automatisch zahlende Nutzer.

Der nächste Beleg muss zeigen, ob 574.000 FTTP-Zugänge und höherer Großhandels-ARPU die Leitungsverluste und den Sprachrückgang übertreffen. Erst dann wird die Kupferablösung nicht nur eine technische, sondern auch eine wirtschaftliche Erneuerung.

Quellen