Zusammenfassung
- Der ARIN-Vorstand beschloss im Oktober 2004 einstimmig 500 US-Dollar für eine einjährige, nicht automatisch verlängerbare experimentelle IP-Zuteilung. Vorstandsmitglied Bill Woodcock hielt die Gebühr für Studierende möglicherweise für zu hoch.
- 2008 berichtete ein anderer Antragsteller, seine Firma genehmige die 500 Dollar nur schwer. Die für 2013 bis 2016 gültige Gebührenordnung führte denselben Betrag weiter.
Wer eine neue Netztechnik prüfen will, braucht unter Umständen echte Adressen, bevor es Ergebnisse gibt. Auf der öffentlichen ARIN-Tagung von 2002 wurde deshalb über befristete Ressourcen für Experimente beraten; eine passende ARIN-Regel gab es damals noch nicht. Der besondere Zugang sollte Forschung ermöglichen, ohne ein dauerhaftes Produktionsnetz vorzutäuschen. Zwei Jahre später bekam dieser Zugang ein Preisschild.
Am 20. Oktober 2004 beantragte Schatzmeister Lee Howard eine Gebühr von 500 Dollar für ein Jahr experimentellen IP-Adressraums ohne automatische Verlängerung. Zuvor sei keine solche Gebühr erhoben worden; der Finanzausschuss empfehle die Einführung. Bill Woodcock, damals Vorstandsmitglied, sprach die studentischen Forscher an: Für sie könne der Betrag zu hoch sein. Scott Bradner erklärte, einen späteren Vorschlag für eine Förderung Studierender unterstützen zu wollen. Der Vorstand nahm den Gebührenantrag einstimmig an. Eine Förderung beschloss er nicht.
Ein Einheitspreis kann Bearbeitungskosten decken und verhindern, dass befristete Ressourcen als billiger Dauerbestand genutzt werden. Doch ein Preis ist für einen großen Träger und eine studentische Arbeitsgruppe nicht dieselbe Hürde. Der eine verbucht 500 Dollar im Projekt; die andere muss erst jemanden finden, der die Rechnung übernimmt. Woodcocks Einwand blieb im Protokoll, während die Gebühr sofort zur Regel wurde.
Im Protokoll des ARIN Advisory Council vom Juni 2008 tauchte die Zahl wieder auf. Ein nicht namentlich genannter Antragsteller hatte Mühe, seine Firma zur Freigabe der 500 Dollar zu bewegen. Er verlangte außerdem mehr Zeit für das Experiment. Owen DeLong hielt dagegen: Eine längere Laufzeit löse das Gebührenproblem nicht. Der Rat nahm den Laufzeitvorschlag nicht an und verwies auf das Petitionsverfahren. Dieser Fall betraf einen anderen Antragsteller, keinen nachgewiesenen Studenten. Er zeigt trotzdem, wie eine Zahlung vor Beginn des Versuchs steckenbleiben kann.
Die Gebührenordnung für Juli 2013 bis Juli 2016 verlangte weiterhin 500 Dollar je experimenteller Zuteilung. Zahlung und unterschriebener Dienstleistungsvertrag mussten vor der Ausgabe vorliegen. Nach einem Jahr gab es keine automatische Verlängerung; die Ressourcen gingen zurück in den verfügbaren Pool. Das Geld wurde also fällig, bevor die Forschung ihren Versuch mit den Adressen durchführen konnte.
Woodcock verhinderte den Beschluss nicht. Er hielt fest, welche Gruppe durch eine pauschale Gebühr zuerst verdrängt werden könnte. Die vorliegenden Protokolle nennen weder eine Zahl studentischer Anträge noch eine spätere Entscheidung über einen Studentenrabatt. Diese Unterlagen würden zeigen, wie häufig aus seiner Warnung ein tatsächlicher Ausschluss wurde.
Mitgliederbriefing
Detaillierter Profilkontext
Melden Sie sich mit der richtigen Mitgliedschaftsstufe an, um das vollständige Briefing und die Quellennotizen freizuschalten.
Nur für den Strategischen Kreis
Strategischer Kreis
Offen für alle Leser. Schalten Sie Profil-Briefings nach Beitritt und Anmeldung frei.
Strategischem Kreis beitretenNur für Leadership Alliance
Leadership Alliance
Für qualifizierte Inhaber von IP-Assets und Management; melden Sie sich an, um Leadership-Alliance-Briefings freizuschalten.
Leadership Alliance beitreten





