Zusammenfassung
- Fast Snapshot Restore wird je Snapshot und aktivierter Zone nach Minuten berechnet, mindestens jedoch für eine Stunde. Die Zahl ausgeführter Wiederherstellungen kommt in dieser Preiseinheit nicht vor.
- Für den vollen Nutzen braucht jedes Paar genügend Guthaben zur Volume-Erstellung. Bei geteilten Snapshots zahlt das aktivierende Empfängerkonto; der Entzug des Zugriffs auf einen eigenen Schlüssel deaktiviert FSR nicht automatisch.
Eine zusätzliche Verfügbarkeitszone kann die Wiederherstellung näher an den geplanten Einsatzort bringen. Bei EBS Fast Snapshot Restore eröffnet sie außerdem eine weitere Zeitrechnung. AWS zählt jede Kombination aus Snapshot und aktivierter Zone. Dieselbe Sicherung in mehreren vorbereiteten Zielen bleibt also dieselbe Sicherung, aber nicht dieselbe Menge abrechenbarer Bereitschaft.
Die Preisseite von EBS macht daraus eine einfache Multiplikation. Ihr Beispiel für die Region Nord-Virginia setzt 0,75 US-Dollar pro DSU-Stunde an. Ein Snapshot in drei Zonen für 90 Minuten ergibt 1 × 3 × 1,5 × 0,75, also 3,375 US-Dollar für FSR in diesem Beispiel.
Das Gegenstück ist klein und aufschlussreich: Ein Snapshot in einer Zone für 45 Minuten kostet dort 0,75 US-Dollar. Minutengenaue Abrechnung beginnt mit einer Mindeststunde. Keine der beiden Formeln fragt, wie viele Wiederherstellungen jemand angefordert hat. Der Zähler wartet nicht auf den ersten Notfall.
Wofür die Vorbereitung gut ist
Laut Funktionsbeschreibung kann FSR aus einem Snapshot ein bei der Erstellung vollständig initialisiertes Volume bereitstellen. Damit entfällt die Verzögerung beim ersten Zugriff auf einen Block, die sonst durch dessen Initialisierung entsteht. Für Dienste mit wenig Spielraum für Wartezeit ist das eine kaufbare Leistung.
Aktiviert wird sie ausdrücklich für einen Snapshot an einem bestimmten Zonenziel. Die Preisseite lässt Gebühren bis zur Deaktivierung weiterlaufen. Eine erfolgreich abgeschlossene Volume-Erstellung beendet daher nicht von selbst die Vorbereitung für eine mögliche nächste.
Das kann beabsichtigt sein. Ein Betreiber, der schnelle Wiederherstellung anbietet, kauft einen Teil seiner Bereitschaft gerade für die Zeit, in der sie niemand nutzt. Seltene Abrufe allein machen diesen Einkauf nicht überflüssig. Entscheidend ist, ob das vorbereitete Ziel noch zur vereinbarten Leistung gehört.
Wechselt der Wiederherstellungsplan die Zone oder den maßgeblichen Snapshot, muss die alte Kombination neu begründet werden. Eine erledigte Änderung im Plan deaktiviert keine zuvor gebuchte FSR-Kombination. Hier entsteht die Lücke zwischen abgeschlossener Arbeit und fortlaufender Rechnung.
Ein eigener Posten neben den Gigabytes
Die Abrechnungscodes von EBS weisen FastSnapshotRestore in DSU-Stunden je Zone aus. Snapshot-Speicher und Volume-Speicher werden mit anderen Einheiten erfasst; zusätzliche IOPS, Durchsatz und direkte API-Aufrufe haben ebenfalls eigene Posten.
Ein Bericht über gesunkene Speichermengen kann deshalb eine andere Entwicklung zeigen als dieser Bereitschaftsposten. Für ihn braucht man die aktivierten Kombinationen und ihre Dauer. Der aktuelle Plan für eine Wiederherstellung gehört daneben: Er erklärt, warum ein bezahltes Ziel noch benötigt wird.
Diese Zuordnung ist auch für einen Hostingpreis nützlich. Verkauft der Anbieter kurze Wartezeiten, muss seine Kalkulation die gewünschte Vorbereitung tragen. Bleibt ein altes Ziel ohne passenden Leistungszweck aktiv, bezahlt dieselbe Marge weiterhin dessen Zeit.
Das Guthaben begrenzt den Ansturm
Die Dokumentation zum Erstellungsguthaben führt einen zweiten Zähler ein. Pro Snapshot und Zone gibt es einen eigenen Vorrat an Credits. Er beginnt bei null und füllt sich mit der Zeit. Ein erstelltes Volume verbraucht einen Credit. Liegt der Vorrat unter eins, wird das Volume ohne den FSR-Vorteil erstellt.
Kapazität und Nachfüllrate richten sich nach der Snapshot-Größe entsprechend der Größe des ursprünglichen Volumes. Im offiziellen Beispiel sind bei einem 200-GiB-Volume mit 150 GiB Daten die 200 GiB maßgeblich. Diese Credits sind eine technische Begrenzung begünstigter Erstellungen und kein Geldguthaben auf der Rechnung.
Auch der Betriebszustand hat mehrere Stufen. Auf die Aktivierungsanforderung folgen die Optimierung und der Zustand enabled. Während der Optimierung gibt es einen Teil des Nutzens; für den vollen Nutzen müssen enabled und genügend Credits zusammenkommen. Die dokumentierten Grenzen für Größe, Einsatzort und bereitgestellte Leistung gelten ebenfalls.
Wer viele Volumes am selben Ort benötigt, muss seinen erwarteten Bedarf mit diesem Vorrat abgleichen. CloudWatch kann die Credits zeigen. Nach der Erstellung lässt sich über fastRestored prüfen, ob das konkrete Volume FSR erhalten hat. Damit wird aus einem eingeschalteten Schalter eine überprüfbare Leistung.
Schlüssel entzogen, Gebühren nicht automatisch beendet
FSR lässt sich auch für geteilte Snapshots aktivieren. Das Empfängerkonto, das die Funktion einschaltet, zahlt seine Gebühren. Aktivierung und Deaktivierung wirken jeweils auf das handelnde Konto. Quelle und Kostenträger können somit auseinanderliegen.
Der Leitfaden zur Konfiguration unterscheidet mehrere Enden der Freigabe. Löscht der Eigentümer den geteilten Snapshot oder hebt die Freigabe auf, wird FSR im Empfängerkonto automatisch deaktiviert. Bei einem mit einer kundeneigenen CMK verschlüsselten geteilten Snapshot deaktiviert der Entzug des Zugriffs auf diesen Schlüssel die Funktion hingegen nicht automatisch. Dafür ist die manuelle Deaktivierung nötig.
Die Stelle, die Schlüsselzugriffe beendet, hat also eine andere Abschlussprüfung als der FSR-Kostenträger. Eine Meldung über den Entzug muss beim zuständigen Betreiber im zahlenden Konto ankommen. Sonst kann ein korrekt beendeter Zugriff neben einer weiterhin aktivierten kostenpflichtigen Vorbereitung stehen.
Für die Bewertung eines einzelnen Käufers braucht es seine Kombinationen und Laufzeiten, den geltenden Tarif, den Credit-Vorrat und den Wiederherstellungsbedarf. Danach lässt sich entscheiden, welche Bereitschaft ihren Zweck erfüllt und welche geschlossen werden kann. Der Preis für kurze Wartezeit ist nachvollziehbar. Der Preis für einen vergessenen Schalter lässt sich schwerer verkaufen.
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