Zusammenfassung

  • AT&T führt das DAS-Projekt in Davis Wade und wird das System als neutrales Hostnetz besitzen.
  • Eingesetzt werden Airspans MobileAccess 6000 Digital DAS und eine 53-Sektor-MIMO-Architektur für mehr als 60.000 Plätze.
  • Die Auslegung unterstützt das gesamte Mittelband einschließlich C-Band, 3,45 GHz und 2,5 GHz.
  • Kompakter Headend und mittelstarke Remote-Einheiten sollen feine Sektoraufteilung auf engem Raum ermöglichen.
  • Weitere Betreiber, abgenommene Bänder, Betriebsdatum und Messungen bei Veranstaltungsbelastung sind nicht veröffentlicht.
  • Neutralität muss durch integrierte Betreiber, zugeschaltete Frequenzen und vergleichbare Werte bei vollem Stadion belegt werden.

Neutraler Host ist ein Beteiligungsmodell

AT&Ts Eigentum und die Neutral-Host-Bezeichnung legen fest, wer die gemeinsame physische Schicht kontrolliert. Der wirtschaftliche Nutzen besteht darin, dass mehrere Betreiber Antennen, Glasfaser und Bauarbeiten nicht mehrfach errichten müssen.

Praktisch wird das Modell erst mit Verträgen und technischer Integration anderer Netze. Keines ist genannt. Ein System kann für mehrere Betreiber offen sein und zunächst nur den Ankermobilfunker tragen.

53 Sektoren beschreiben den Funkplan

Die MIMO-Aufteilung schafft kleinere Funkbereiche, erlaubt Frequenzwiederverwendung und senkt die Zahl der Nutzer, die in einem Abschnitt um dieselben Ressourcen konkurrieren.

Die Sektorzahl verrät weder Antennenmenge, Bandbreite, Funkkonfiguration noch gelieferte Kapazität. Auch Lastverlagerungen zwischen Außenflächen, Gängen und Rängen bleiben unsichtbar. Sektoren sind Planungsgrößen, keine Leistungsmessung.

Unterstützte Frequenz ist nicht aktive Frequenz

MobileAccess 6000 ist für C-Band, 3,45 GHz, 2,5 GHz und weitere Mittelbänder ausgelegt. Damit kann die Anlage unterschiedliche US-Frequenzbestände aufnehmen.

Das beweist nicht, dass alle Bänder installiert, einem Teilnehmer zugeordnet und aktiv sind. Jeder Betreiber benötigt Funkgeräte, Nutzungsrechte, Kernnetzanbindung und Optimierung. Eine Kompatibilitätsliste ist kein Inbetriebnahmeprotokoll.

Kompakte Technik löst ein Raumproblem

Der kleine Headend und mittelstarke Remote-Einheiten verringern die Stellfläche. In einem Stadion konkurrieren Funkdichte, Strom, Kühlung, Faserwege, Bauzugang und öffentlicher Betrieb um knappen Raum.

Kleinere Geräte können mehr Sektoren ermöglichen, beseitigen aber keine Wärme- und Leistungsgrenzen. Zur Abnahme gehören Dauerlast und Fehlerfälle, nicht nur der Nachweis, dass die Technik hineinpasst.

Der richtige Test ist ein volles Stadion

Das Netz soll mehr als 60.000 Zuschauer und den Veranstaltungsbetrieb bei konzentrierter Nachfrage versorgen. Der passende Nenner ist die Zahl gleichzeitig aktiver Nutzer in den Spitzenminuten, nicht die Sitzplatzkapazität.

Durchsatz, Latenz, erfolgreiche Anrufe und Uploads sowie Vorher-nachher-Vergleiche fehlen. Ein volles Spiel oder Konzert sollte Ergebnisse nach Betreiber, Zone und höchstem Lastintervall liefern.

Die Landesinvestition ist kein Stadionbudget

AT&T gibt für 2021 bis 2025 fast 1,4 Milliarden US-Dollar Investitionen in Fest- und Mobilfunknetze Mississippis an. Das ordnet das breitere Landesprogramm ein.

Der Betrag bewertet nicht Davis Wade. Projektkosten, Eigentumsertrag, Betreiberentgelte und laufende Kostenaufteilung sind unbekannt. Die gesamte Landesinvestition dem Stadion zuzuschreiben, würde dessen Finanzumfang verfälschen.

Die Abnahme muss Neutralität sichtbar machen

Die nächste Dokumentation sollte Betreiber, aktive Bänder, akzeptierte Sektoren und Zonen, Redundanztests, Betriebsdatum und Werte einer Großveranstaltung nennen.

Danach ist zu prüfen, ob die gemeinsame Anlage Doppelbau reduziert und Nutzern jedes integrierten Netzes vergleichbare Dienste liefert. Bis dahin bezeichnet „neutral“ Planung und Eigentumsabsicht, kein gemessenes Mehrbetreiber-Ergebnis.

Quellen