Summary

  • Akamai stellte Agent Sandbox am 27. Oktober als Beta vor. Der Agent läuft auf Akamai Functions; von ihm erzeugter JavaScript- oder Python-Code wird in einer engeren Umgebung innerhalb einer WebAssembly-Sandbox ausgeführt. Ausgehende Netzwerkzugriffe sind zunächst gesperrt.
  • Laut Produkt-FAQ unterstützt die technische Vorschau unterbrochene Abläufe: Ein Schritt dauert ungefähr eine Minute, dann stoppt der Agent. Komponenten für Agenten, die tage- oder wochenlang aktiv bleiben und ihren Zustand behalten, sind für später vorgesehen.

Das sichere Zimmer hat keine eigene Übergabe

Akamai trennt im Startbericht zwei Ebenen: die Anwendung des Agenten auf Functions und den Code, den dieser gerade geschrieben hat. Für den zweiten gibt es eine zusätzliche Grenze. Die Produktseite nennt gesperrten ausgehenden Verkehr als Ausgangspunkt; Betreiber können bestimmte Verbindungen und Ressourcen freigeben. Für einen Softwareanbieter mit vielen Mandanten ist diese Trennung verkäuflich. Frisch erzeugter Code soll nur die Daten und Werkzeuge sehen, die zu seinem Auftrag gehören.

Die zeitliche Grenze ist ebenso handfest. Akamai beschreibt Schritte von etwa einer Minute, nach denen der Agent auf die nächste Anweisung wartet. Dauerhaft aktiver Betrieb mit einem über Tage oder Wochen erhaltenen Zustand steht auf der Liste künftiger Komponenten. Eine Datei auswerten, eine Berechnung durchführen, ein Stück Code testen: Dafür reicht ein begrenzter Einsatz. Ein Kundenfall, der über Nacht auf eine externe Antwort wartet, braucht eine Ablage und einen geregelten Neustart zwischen den Einsätzen.

In der Functions-Dokumentation steht als Standardgrenze für einen HTTP-Handler eine Laufzeit von 30 Sekunden, dazu 128 MiB Arbeitsspeicher und 10 MiB je Anfrage oder Antwort. Die Sandbox-Seite spricht von ungefähr einer Minute pro Schritt. Beide Angaben beziehen sich auf verschiedene beschriebene Ebenen. Für einen belastbaren Pilotversuch muss Akamai die tatsächlich geltende Grenze des Sandbox-Pfads benennen. Der Zugang zu Functions verlangt zudem weiterhin eine Freigabe für die Vorschau.

Akamai liefert die Abschottung und die verteilte Ausführung. Der Kunde liefert Benutzeridentität, Rechte für Werkzeuge, Zwischenspeicherung, Wiederholungsregeln und einen nachvollziehbaren Verlauf. Wenn ein Schritt fehlschlägt, entscheidet dieser Verlauf, ob ein externes Geschäft zweimal ausgelöst wird. Die Box kann den Code begrenzen; den Zusammenhang der Arbeit muss der Dienstbetreiber herstellen.

Ein öffentlicher Preis für Agent Sandbox steht auf der Produktseite noch nicht. Eine verbindliche Schrittgrenze, ein Tarif und ein nachgewiesener Zustandswechsel würden eine Kalkulation ermöglichen. Bis dahin hat Akamai ein Produkt für kurze kontrollierte Einsätze. Den Betrieb einer angeblich unermüdlichen Belegschaft trägt der Käufer.

Sources