Zusammenfassung

  • WAR wies am 30. Juni 2026 ein Endvermögen von 41,335 Mio. US-Dollar aus, nach 6,055 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Das sind rechnerisch das 6,83-Fache beziehungsweise 582,7 % mehr, aber kein offengelegter Nettozufluss.
  • Die Gebührenzeile für Technologie-, Luftfahrt- und Verteidigungs-ETFs betrug im Geschäftsjahr 97.000 US-Dollar, nach 10.000 US-Dollar. Sie entsprach nur rund 0,95 % des Betriebserlöses von 10,251 Mio. US-Dollar.
  • Bei allen US-ETFs stieg der Schlussbestand um 24,1 % auf 1,182721 Mrd. US-Dollar, während das durchschnittliche Nettovermögen um 6,1 % auf 1,018978 Mrd. US-Dollar sank. 379,498 Mio. US-Dollar Wertzuwachs und 139,304 Mio. US-Dollar Nettorücknahmen sind nicht WAR zugeordnet.
  • JETS lieferte weiterhin 53 % des durchschnittlichen Nettovermögens und 47 % des Betriebserlöses. Die gesamten ETF-Beratungsgebühren fielen um 6,8 % auf 6,192 Mio. US-Dollar.
  • Das Segment Investment Management verlor 555.000 US-Dollar. Der Konzerngewinn von 3,055 Mio. US-Dollar beruhte auf 4,148 Mio. US-Dollar Nettoanlageertrag von Corporate Investments, nicht auf einem profitablen WAR-Geschäft.

Ein Stichtag kann keine Jahresgebühr tragen

Die Ergebnismitteilung vom 3. September stellt den U.S. Global Technology and Aerospace & Defense ETF, Kürzel WAR, mit einem nahezu versiebenfachten Vermögen heraus. Der Form 10-K nennt 41,335 Mio. US-Dollar am Ende des Geschäftsjahres 2026 und 6,055 Mio. US-Dollar ein Jahr zuvor.

Der Quotient von 6,8266 und der Zuwachs von 582,7 % sind korrekt. WAR machte rechnerisch 2,47 % der insgesamt 1,671991 Mrd. US-Dollar verwalteten Schlussvermögen aus. Gemessen wird damit die Lage am 30. Juni. Der gebührenwirksame Durchschnitt über das Jahr bleibt offen.

In der Erlöstabelle steht für Technologie, Luftfahrt und Verteidigung eine Jahresgebühr von 97.000 US-Dollar, nach 10.000 US-Dollar. Das waren etwa 0,95 % des Betriebserlöses von 10,251 Mio. US-Dollar und 0,97 % aller Beratungsgebühren von 10,032 Mio. US-Dollar. Ein hoher Endstand und eine kleine Jahresgebühr widersprechen sich nicht: Bestand am letzten Tag und zeitgewichtete Erlösbasis sind unterschiedliche Größen.

Der Prospekt vom 30. April nennt eine Managementgebühr und Gesamtkostenquote von jeweils 0,60 %. Wer diesen Satz mit dem Juni-Bestand multipliziert, unterstellt jedoch, dass das Schlussvermögen zwölf Monate lang vorhanden war. WARs tägliches oder monatliches Durchschnittsvermögen, Bruttozeichnungen, Rücknahmen, Wertentwicklung, Ausschüttungen, direkte Kosten und Deckungsbeitrag fehlen.

Der belegte Befund ist enger: WAR erreichte eine deutlich größere Ausgangsbasis für das neue Geschäftsjahr. Wann sie entstand und wie viel davon Kundenkapital statt Kursbewegung war, ist nicht veröffentlicht.

Die Sammelrechnung trennt Marktgewinn und Kundennachfrage

Für alle US-basierten ETFs legt das Unternehmen eine Bewegungstabelle vor. Aus 952,959 Mio. US-Dollar Anfangsbestand wurden durch 379,498 Mio. US-Dollar Marktaufwertung, 10,432 Mio. US-Dollar Ausschüttungen und 139,304 Mio. US-Dollar Nettorücknahmen am Ende 1,182721 Mrd. US-Dollar. Der Stichtagsbestand wuchs um 24,1 %.

Das Jahresmittel sank gleichzeitig um 6,1 % von 1,085157 Mrd. auf 1,018978 Mrd. US-Dollar. Entsprechend gingen die ETF-Beratungsgebühren um 6,8 % auf 6,192 Mio. US-Dollar zurück. Die Gebühren für Airline-, Reise- und Fracht-ETFs fielen um 992.000 auf 5,015 Mio. US-Dollar. Gold und natürliche Ressourcen legten um 455.000 auf 1,080 Mio. US-Dollar zu; WARs Kategorie erhöhte sich um 87.000 US-Dollar.

Diese Gesamtbewegung darf nicht WAR zugeschrieben werden. Sein Endvermögen nahm um 35,280 Mio. US-Dollar zu, doch der Anteil von Kursgewinn und Nettozeichnungen ist unbekannt. Den ganzen Zuwachs als Zufluss zu bezeichnen, würde Marktperformance zur Kundenakquise erklären. Die Nettorücknahmen des Gesamtportfolios WAR zuzuordnen wäre ebenso unbelegt.

Der Prospekt liefert zwei weitere, getrennte Datenpunkte. WAR startete am 27. Dezember 2024, erzielte 2025 eine Rendite von 31,86 % und eine Portfolioumschlagshäufigkeit von 394 % des Durchschnittswerts. Die Rendite gehört den Fondsanlegern, der Umschlag beschreibt Handel. Beides ist weder Beratungsgebühr noch Unternehmensgewinn.

Gerade bei einem Produkt, das KI, Halbleiter, Cybersicherheit, Luftfahrt und Verteidigung verbindet, können Themenrally und Zeichnungen gleichzeitig wirken. Preise werden vom Markt bewegt, Zeichnungen von Kunden. Ein wirtschaftlicher Bericht muss die beiden Entscheider sichtbar lassen.

JETS verliert Gewicht, nicht seine Schlüsselrolle

JETS stand 2026 für 53 % des durchschnittlichen Nettovermögens und 47 % des Betriebserlöses; 2025 waren es jeweils 69 %. Das ist Fortschritt bei der Diversifizierung. Dennoch kommt beinahe jeder zweite operative Erlösdollar weiter von einem Produkt. Die 97.000 US-Dollar aus WARs Gebührenzeile erreichten nicht einmal ein Prozent.

Der größere aktuelle Zuwachs kam aus den traditionellen USGIF-Fonds. Deren Beratungsgebühren stiegen von 1,683 Mio. auf 3,840 Mio. US-Dollar: 3,407 Mio. US-Dollar aus Gold und natürlichen Ressourcen und 433.000 US-Dollar aus internationalen Aktien. Der Vorjahresvergleich profitierte zusätzlich davon, dass die 2025 erfasste negative Performancegebühren-Anpassung von 247.000 US-Dollar wegfiel.

Insgesamt bestanden 10,251 Mio. US-Dollar Betriebserlös aus 10,032 Mio. US-Dollar Beratung und 219.000 US-Dollar Verwaltung. Den 10,854 Mio. US-Dollar Betriebsaufwand stand damit ein operativer Konzernverlust von 603.000 US-Dollar gegenüber. Das Segment Investment Management verlor 555.000 US-Dollar.

Ein dauerhaft höherer WAR-Bestand könnte den nächsten Zeitraum verbessern. Für das abgeschlossene Jahr bleibt es eine Möglichkeit, keine verbuchte Marge.

Der Konzerngewinn kam aus einem anderen Buch

U.S. Global Investors meldete 3,884 Mio. US-Dollar Vorsteuergewinn und nach 829.000 US-Dollar Steuern 3,055 Mio. US-Dollar Nettogewinn beziehungsweise 0,24 US-Dollar je verwässerter Aktie. Der Unterschied zur operativen Verlustlage entstand durch 4,148 Mio. US-Dollar Nettoanlageertrag von Corporate Investments.

Bei rund 3,2 Mio. US-Dollar Gewinn nach der Bewertungsalternative müssen zwei Formulierungen nebeneinander bestehen. Die Pressemitteilung nennt ihn nicht zahlungswirksam; der 10-K spricht von realisierten und nicht realisierten Nettogewinnen. Sicher ist: Der Anlagegewinn stützte das Ergebnis und war kein operativer WAR-Gebührenerlös. Nicht belegt sind vollständige Realisierung, Liquidität oder Wiederholbarkeit.

Die betreffenden Wertpapiere besitzen keinen leicht bestimmbaren beizulegenden Zeitwert. Nach ASC 321 werden sie zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderung geführt und bei beobachtbaren Preisen aus geordneten Transaktionen mit gleichen oder ähnlichen Papieren angepasst. Wegen begrenzter und seltener Marktdaten ist die Bewertung nicht wiederkehrend und Level 3.

Der Buchwert betrug 4,682 Mio. US-Dollar. Aufwärtsänderungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 3,272 Mio. US-Dollar, Wertminderungen und andere Abwärtsänderungen auf 48.000 US-Dollar. Das sind zulässige Bewertungsbelege, aber kein Verkauf zu diesem Preis und kein wiederkehrender Cashflow.

Mit 24,3 Mio. US-Dollar Barmitteln, 35,7 Mio. US-Dollar Working Capital und 45,1 Mio. US-Dollar Eigenkapital hat die Gesellschaft Spielraum. Sie kaufte 733.848 Aktien für rund 2 Mio. US-Dollar zurück, behielt 4,1 Mio. US-Dollar Ermächtigung und erklärte von Juli bis September monatlich 0,0075 US-Dollar Dividende je Aktie. Diese Kapitalstärke beantwortet WARs Stückwirtschaft nicht.

Quellen