• Der US House Energy and Commerce Committee hat H.R. 9340 mit 52 zu 0 Stimmen vorangebracht und den geänderten Gesetzentwurf an das gesamte Repräsentantenhaus weitergeleitet.
  • Die Bundesstaaten würden erwägen, Rechenzentren mit einem Spitzenbedarf von mindestens 100 MW zu verpflichten, Netzausbaumaßnahmen zu finanzieren und finanzielle Sicherheiten zu leisten.

Der Sachverhalt

Der US House Energy and Commerce Committee hat H.R. 9340, den Ratepayer Protection Act, am 21. Juli mit 52 zu 0 Stimmen gebilligt und den geänderten Gesetzentwurf an das gesamte Repräsentantenhaus weitergeleitet. Der Vorschlag hat noch keine der beiden Kammern des Kongresses passiert. Das Gesetz würde für Rechenzentren mit einem kombinierten Spitzenstrombedarf von mindestens 100 MW an einem einzelnen Standort oder Campus gelten. Um qualifiziert zu sein, müsste der Standort den Strom hauptsächlich für IT-Infrastruktur, Datenspeicherung und Rechendienste nutzen.

Die Änderung grenzt frühere Formulierungen ein, die auch andere große nicht-private Stromkunden hätten erfassen können.

Der Vorschlag würde staatliche Regulierungsbehörden und Versorgungsunternehmen außerhalb der staatlichen Regulierung verpflichten, einen neuen Kostenstandard für qualifizierende Rechenzentren zu prüfen. Nach diesem Standard müssten Kunden die vollen zusätzlichen Kosten für die erforderlichen Ausbaumaßnahmen bei Erzeugung, Übertragung und Verteilung tragen, und die Versorgungsunternehmen könnten vor Beginn der Arbeiten eine finanzielle Garantie oder einen Vorausbeitrag verlangen.

Die Kunden könnten haftbar bleiben, wenn sie später ihre Stromverträge kündigen oder die Stromabnahme einstellen. Die Bundesstaaten hätten in der Regel ein Jahr Zeit, um mit der Prüfung des Standards zu beginnen, und zwei Jahre, um eine Entscheidung zu treffen.

Die Bewertung

In einem Bundesstaat, der den Standard übernimmt, würde das Versorgungsunternehmen die erforderlichen Ausbaumaßnahmen bei Erzeugung, Übertragung und Verteilung identifizieren, um den Standort zu versorgen, und die dem Rechenzentrumskunden zugewiesenen Kosten ermitteln. Vor Beginn dieser Ausbaumaßnahmen könnte das Versorgungsunternehmen einen Vorausbeitrag oder eine finanzielle Garantie verlangen.

Der Gesetzentwurf würde einen größeren Teil des Stornorisikos auf den Kunden verlagern, bevor das Versorgungsunternehmen die Ausgaben tätigt. Er legt nicht fest, wie die Regulierungsbehörden die gemeinsamen Kosten berechnen, die erforderliche Finanzgarantie festlegen oder die Verantwortung aufteilen sollen, wenn die neue Infrastruktur auch anderen Kunden dient. Das Gesetz hat den Kongress noch nicht passiert, und jeder Bundesstaat würde immer noch entscheiden, ob er den Standard übernimmt.

Für BTW-Leser: Ein Unternehmen, das einen großen Rechenzentrumsanschluss sucht, müsste vor Beginn der Arbeiten das Geld oder die Garantie für die ihm zugewiesenen Netzausbaumaßnahmen bereitstellen. Diese Finanzierungszusage würde zu einer Bedingung für den Baubeginn des Netzes.

Was zu beachten ist

Beobachten Sie, ob die Führung des Repräsentantenhauses H.R. 9340 zur Abstimmung stellt und ob die Abgeordneten die 100-MW-Schwelle oder das Überprüfungsverfahren der Bundesstaaten ändern. Der Senatsausschuss für Energie und natürliche Ressourcen müsste auch den Begleitgesetzentwurf S. 5028 prüfen. Wenn der Kongress das Gesetz verabschiedet, würden die staatlichen Regulierungsbehörden dann entscheiden, ob und wie sie den vorgeschlagenen Standard übernehmen.