• Das Pentagon soll bis 2028 Quantensensoren einsetzen
• Die Politik beschleunigt den US-Übergang zu Post-Quanten-Verschlüsselungsstandards
Die Fakten
Der US-Präsident Donald Trump unterzeichnete am 22. Juni zwei Executive Orders, die Bundesbehörden anweisen, in Koordination mit Industrie und Wissenschaft bis 2028 einen leistungsstarken Quantencomputer für die wissenschaftliche Forschung bereitzustellen. Das Pentagon muss bis 2028 Quantensensoren einsetzen, unter anderem für die Navigation in GPS-freien Umgebungen und die Erkennung unterirdischer Aktivitäten aus dem Weltraum. Die Dekrete schreiben einen bundesweiten Übergang zur Post-Quanten-Kryptographie bis 2030 oder 2031 vor.
Das Commerce Department plant, Beteiligungen in Höhe von rund 2 Milliarden US-Dollar an neun Quantencomputer-Unternehmen zu erwerben.
Die Analyse
Die Dekrete etablieren ein koordiniertes Bundesprogramm, das Quantencomputing, Quantensensorik und die Migration der Cybersicherheit mit festen Fristen abdeckt. Die Quantensensorik verbindet die Initiative direkt mit Verteidigungsoperationen – Navigation ohne GPS und Erkennung unterirdischer Aktivitäten aus der Umlaufbahn. Der Zeitplan für die Post-Quanten-Kryptographie formalisiert einen strukturierten Ausstieg aus den aktuellen Verschlüsselungsstandards. Die Bundesbeteiligungen an Quantenunternehmen vertiefen das staatliche Engagement in der Branchenentwicklung.
Für die Leser von BTW zeigt die Migrationsfrist, dass die Internetsicherheitsschicht – DNS, Routing, TLS – weiterentwickelt werden muss, bevor Quantencomputer die aktuelle Verschlüsselung brechen können.
Zu beobachten
Die Zeitpläne für den Einsatz von Quantensensorsystemen durch das Pentagon und die Fortschritte bei der Umsetzung der Migration zur Post-Quanten-Kryptographie bis 2030–2031.

