• Donald Trump wird das Stromkostenschutzversprechen auf Versorgungsunternehmen, Rechenzentrumsentwickler, Gouverneure und Gesetzgeber ausweiten
  • Das Weiße Haus erklärt, dass die teilnehmenden Organisationen 80 % des Stroms liefern, der an US-Haushalte und Unternehmen geliefert wird, aber das Versprechen bleibt unverbindlich

Der Sachverhalt

US-Präsident Donald Trump wird am Donnerstag ein erweitertes Stromkostenschutzversprechen vorstellen, unterstützt von Gouverneuren, Gesetzgebern, Versorgungsunternehmen und Rechenzentrumsentwicklern. Im Rahmen des freiwilligen Versprechens würden Unternehmen, die Rechenzentren bauen und betreiben, zustimmen, überdurchschnittliche Stromtarife zu zahlen, mit dem Ziel, projektbezogene Kosten von den Haushaltsrechnungen fernzuhalten, wie Reuters berichtete.

Das ursprüngliche Versprechen wurde im März von Amazon, Google, Meta, Microsoft, OpenAI, Oracle und xAI unterzeichnet. Die Unternehmen erklärten sich bereit, neue Stromversorgungen zu sichern, für die erforderlichen Netzausbauten für ihre Rechenzentren zu zahlen und separate Tarife mit Versorgungsunternehmen und Landesregierungen auszuhandeln. Sie verpflichteten sich auch, für vertraglich vereinbarten Strom und die unterstützende Infrastruktur zu zahlen, selbst wenn sie die volle Kapazität nicht nutzen.

Trump wird die Ankündigung voraussichtlich gemeinsam mit Energieminister Chris Wright, dem Leiter der Umweltbehörde Lee Zeldin und mehreren Gouverneuren machen. Das Weiße Haus erklärte, dass Organisationen, die das erweiterte Versprechen unterstützen, 80 % des Stroms liefern, der an US-Haushalte und Unternehmen geliefert wird. Das Versprechen bleibt unverbindlich.

Die Einschätzung

Das ursprüngliche Versprechen umfasste sieben Technologieunternehmen. Die Ausweitung auf Versorgungsunternehmen und Rechenzentrumsentwickler würde mehr der Organisationen einbeziehen, die an der Aushandlung von Anschlussbedingungen und der Bereitstellung der für neue Projekte erforderlichen Strominfrastruktur beteiligt sind. Das könnte es erleichtern, das Versprechen in die Tarife und Verträge für einzelne Standorte zu übertragen. Die Ausweitung würde jedoch keinen nationalen Stromtarif schaffen, nicht festlegen, wie gemeinsame Netzausbaukosten aufgeteilt werden sollen, oder die behördliche Genehmigung auf Staatsebene ersetzen.

Es wurde noch kein neuer Tarif oder keine neue Anschlussregelung angekündigt.

Für BTW-Leser ist die Kernfrage, ob die im endgültigen Versprechen genannten Versorgungsunternehmen es bei der Festlegung von Tarifen und Anschlussbedingungen für neue Rechenzentren anwenden. Bis dahin bleibt die Ausweitung eine freiwillige Verpflichtung und keine Änderung der Art und Weise, wie einzelne Projekte abgerechnet werden.

Was zu beobachten ist

Achten Sie auf den endgültigen Text des Versprechens und die vollständige Liste der Versorgungsunternehmen, Entwickler und staatlichen Amtsträger, die es unterstützen. Neue Großlasttarife, Stellungnahmen von Versorgungsunternehmen und Projektvereinbarungen würden zeigen, ob das Versprechen für den Stromanschluss von Rechenzentren in die Praxis umgesetzt wird.