• KNL hat einen Auftrag über 15 Millionen Euro zur Lieferung von tragbaren und verschlüsselten HF-Funkgeräten an Finnland und Schweden im Rahmen eines nordischen Verteidigungsprogramms gewonnen.
• NATO-Staaten testen zunehmend KNL-Lösungen, was die wachsende Nachfrage nach widerstandsfähiger Kommunikation auf dem Schlachtfeld vor dem Hintergrund regionaler Sicherheitsbedenken unterstreicht.
Was geschah: KNL erhält nordischen Auftrag über 15 Mio. €
Die finnische Tochtergesellschaft vonTelenor, KNL, hat einen bedeutenden Auftrag über 15 Millionen Euro zur Lieferung von tragbaren, hochfrequenten (HF) und verschlüsselten Militärfunkgeräten an die finnischen und schwedischen Streitkräfte erhalten. Diese tragbaren Funkgeräte, die mit der proprietären Software von KNL betrieben werden, ermöglichen Sprach- und Datenkommunikation über große Entfernungen, ohne auf Satelliten wie GPS oder kommerzielle Netze wie Starlink angewiesen zu sein. Die Vereinbarung erfolgt im Rahmen derNORDEFCO (Nordische Verteidigungskooperation)und soll die erste einer Reihe von Bestellungen sein, wobei die Lieferungen bis Ende 2025 erwartet werden. KNL-CEO Toni Lindén bezeichnete den Auftrag als „bloßen Eröffnungsauftrag“ und stellte fest, dass bereits Pilotversuche mit Norwegen und anderen NATO-Staaten laufen.
Lesen Sie auch: True stärkt Partnerschaft mit Telenor und erkundet 5G-Innovationen in Norwegen
Lesen Sie auch: Telenor schließt sich dem „Kauft lokal“-Trend mit Jotta-Deal an
Warum das wichtig ist
Die NATO-Verbündeten haben ihre Bemühungen verstärkt, um sicherzustellen, dass ihre militärischen Einheiten auch unter stark umkämpften Umständen nachhaltige und unabhängige Kommunikationswege aufrechterhalten können, insbesondere nach der groß angelegten Invasion der Ukraine durch Russland und den daraus resultierenden Problemen im europäischen Sicherheitsumfeld. Trotz ihrer Wirksamkeit sind traditionelle Satelliten- oder GPS-Systeme in feindlichen Umgebungen anfällig für Cyber-Störungen, Störsendungen oder vollständige Zerstörung.
Daher besteht derzeit ein erheblicher Bedarf an Technologien, die unabhängig von kommerziellen Mobilfunknetzen und bestehenden Satellitenkonstellationen sind.
Die tragbaren HF-Funkgeräte von KNL gehen direkt auf diesen Bedarf ein. Indem sie eine sichere, verschlüsselte Sprach- und Datenübertragung über große Entfernungen ohne Satelliteninfrastruktur ermöglichen, bieten sie den Streitkräften einen zuverlässigen Kommunikationskanal in Situationen, in denen kritische Infrastrukturen beeinträchtigt oder vollständig nicht vorhanden sein können. Für Operationen in abgelegenen und infrastrukturschwachen Regionen sowie in Umgebungen der elektronischen Kriegsführung bietet eine solche Technologie einen entscheidenden Vorteil zur Aufrechterhaltung der operativen Effektivität.
Die erfolgreiche Vergabe dieses Auftrags bestätigt Telenors strategische Wende hin zu Verteidigungstechnologien und positioniert KNL als führenden nordischen Innovator im Bereich militärischer Kommunikation. Dies ebnet möglicherweise den Weg für weitere Aufträge innerhalb der NATO, da die Nachfrage nach solchen Systemen weiter wächst.

