Zusammenfassung

  • Der Postpaid-ARPA stieg um 2% auf 152,91$, die Nettozugänge sanken um 13% auf 277.000 und der Konto-Churn lag bei 0,99%.
  • Die Serviceumsätze stiegen um 8,9% auf 18,983 Mrd. $, die Postpaid-Serviceumsätze um 12,6% auf 15,853 Mrd. $.
  • Der Nettogewinn erhöhte sich um 0,5% auf 3,239 Mrd. $, der verwässerte Gewinn je Aktie um 5,3% auf 2,99$.
  • UScellular-bezogene Kosten einschließlich beschleunigter Abschreibung belasteten nach Steuern mit 146 Mio. $ oder 0,14$ je Aktie.
  • Die Mittelpunkte der Jahresprognosen für operativen Cashflow und Adjusted Free Cash Flow wurden um jeweils 200 Mio. $ angehoben.

Die Fusion wird in verschiedenen Kennzahlen unterschiedlich sichtbar. Der Nettogewinn enthält Kosten und beschleunigte Abschreibungen. Core Adjusted EBITDA schließt solche und weitere Posten aus und stieg um 11,7% auf 9,537 Milliarden Dollar.

Beide Zahlen beantworten berechtigte Fragen. Die bereinigte Kennzahl zeigt, wie das Unternehmen seine laufende operative Leistung beurteilt. Der GAAP-Gewinn zeigt einen Teil dessen, was Erwerb und Umbau in der Periode kosten. Core Adjusted EBITDA ist deshalb kein Ersatz für Nettogewinn.

Die nachsteuerliche Belastung aus UScellular-bezogenen Kosten, einschließlich beschleunigter Abschreibung, betrug 146 Millionen Dollar oder 0,14 Dollar je Aktie. Diese Kosten entstehen vor dem vollständigen Nachweis der erwarteten Netz- und Kundenvorteile.

Der Kontowert übernimmt mehr Arbeit

T-Mobile gewann 277.000 Postpaid-Konten netto, 41.000 weniger als im Vorjahr. Der Konto-Churn stieg von 0,92% auf 0,99%. Gleichzeitig erhöhte sich der monatliche ARPA um 2% auf 152,91 Dollar.

ARPA misst den Serviceumsatz pro Konto, nicht pro Leitung. Ein Konto kann mehrere Anschlüsse enthalten. Die Kennzahl zeigt, wie tief T-Mobile die gesamte Abrechnungsbeziehung monetarisiert.

Die Serviceumsätze erreichten 18,983 Milliarden Dollar, die Postpaid-Serviceumsätze 15,853 Milliarden. Die Veröffentlichung zerlegt nicht vollständig, welcher Anteil organisch und welcher durch erworbene Vermögenswerte entstand.

Cash steigt trotz höherem Capex

Der operative Cashflow nahm um 7,3% auf 7,5 Milliarden Dollar zu. Barausgaben für Sachanlagen einschließlich aktivierter Zinsen stiegen schneller, um 12,8% auf 2,703 Milliarden. Adjusted Free Cash Flow lag bei 4,797 Milliarden Dollar, 4,4% mehr.

Die Prognose für operativen Cashflow wurde auf 28,4 bis 28,8 Milliarden Dollar erhöht, die für Adjusted Free Cash Flow auf 18,4 bis 18,8 Milliarden. Die Mittelpunkte liegen jeweils 200 Millionen höher.

Unverändert bleiben rund 10 Milliarden Dollar Barausgaben für Anlagen, 950.000 bis 1,05 Millionen Nettozugänge und 37,1 bis 37,5 Milliarden Core Adjusted EBITDA. Einen Nettogewinn prognostiziert T-Mobile wegen volatiler GAAP-Posten nicht.

Die nächsten Quartale müssen zeigen, ob die Integration aus eigener Stärke finanziert wird. Steigen ARPA und Serviceumsatz bei stabilem Churn, während Kosten zurückgehen, trägt die größere Basis. Bleiben Abschreibung, Capex und Abwanderung hoch, monetarisiert T-Mobile die Übernahme zwar schnell, aber nicht zwingend dauerhaft.

Quellen