• SBA gibt an, mit mehreren Satellitenanbietern über mögliche terrestrische Infrastruktur für Direct-to-Device-Dienste gesprochen zu haben
  • Das Unternehmen betrieb Ende des zweiten Quartals 46.390 Kommunikationsstandorte, hat aber weder einen Partner, einen Ausbau noch einen Standortbedarf bekannt gegeben

Der Sachverhalt

SBA Communications befindet sich in frühen Gesprächen mit mehreren Satellitenanbietern über den Einsatz terrestrischer Infrastruktur zur Unterstützung von Direct-to-Device-Diensten. CEO Brendan Cavanagh sagte, SBA betrachte Satellitennetze als Ergänzung zur terrestrischen Funkabdeckung und erwarte, dass D2D-Dienste eine gewisse bodengestützte Infrastruktur benötigen. Das Unternehmen hat die Anbieter nicht benannt und keine Partnerschaft, keinen Vertrag und keinen Ausbau angekündigt; Cavanagh zufolge könnten in den nächsten ein bis zwei Jahren weitere Details bekannt werden.

SBA besitzt und betreibt weltweit drahtlose Kommunikationsinfrastruktur. Ende des zweiten Quartals betrieb das Unternehmen 46.390 Standorte, darunter Türme, Gebäude, Dächer, verteilte Antennensysteme und Small Cells. Davon befanden sich 17.362 in den Vereinigten Staaten und ihren Territorien und 29.028 im Ausland.

Die Einschätzung

Die Chance für SBA hängt davon ab, ob D2D-Netze eine wiederkehrende Nachfrage nach seinen Standorten erzeugen. Das Management hat nicht mitgeteilt, welche Ausrüstung Satellitenanbieter benötigen könnten, welche Standorttypen sie nutzen würden oder wie viele Standorte betroffen sein könnten. Solange diese Anforderungen nicht klarer sind, dürfen die Gespräche nicht als Quelle für Mieteinnahmen oder Umsatz behandelt werden.

Das bestehende Portfolio von SBA bietet Satellitenanbietern einen großen Pool möglicher Standorte, der kommerzielle Wert hängt jedoch vom Netzdesign ab. Ein Dienst, der nur wenige Bodenstandorte benötigt, würde eine ganz andere Chance schaffen als einer, der Ausrüstung über ein breiteres Netz von Türmen und anderen Kommunikationsstandorten erfordert.

Für BTW-Leser ist der nächste bedeutsame Schritt eine definierte Anforderung an die Infrastruktur von SBA. Ein benannter Partner, eine Ausrüstungsspezifikation und eine Standortzahl würden zeigen, ob sich D2D zu einem neuen Anwendungsfall für das Portfolio des Unternehmens entwickelt. Bis dahin hat SBA eine potenzielle Kundengruppe identifiziert, aber keinen vertraglich gesicherten Umsatzstrom.

Was zu beobachten ist

Achten Sie auf einen benannten Satellitenpartner und Details zu einem etwaigen Ausbau, einschließlich der eingesetzten Ausrüstung, der Zahl und Art der SBA-Standorte, der Geografie und der kommerziellen Bedingungen. Ein Pilotprojekt oder eine unterzeichnete Vereinbarung würde die Chance über frühe Gespräche hinausführen. SBA hat zudem bevorstehende Spektrumsausbauten der Betreiber hervorgehoben; diese sollten jedoch getrennt bewertet und nicht als Beleg dafür behandelt werden, dass sich eine D2D-Nachfrage bereits konkretisiert hat.